Christian Jedinat
Das sagt der/die Künstler:in:
Christian Jedinat. Hände, denen man nicht trauen kann. Ein Lächeln, dem man alles glaubt.
Gastgeber, Zauberkünstler, Wirt des Unmöglichen. Seit über einem Jahrzehnt steht er selbst am Tisch — nicht auf einer fernen Bühne, sondern eine Handbreit von seinen Gästen entfernt.
Black Table ist keine Kulisse, die er abends betritt und morgens wieder verlässt. Es ist sein Zuhause. Man spürt es an der Ruhe, mit der er durch den Raum geht, am Kerzenlicht, das genau dort steht, wo er es haben will, an der Selbstverständlichkeit, mit der er Fremde am Tisch begrüßt wie alte Bekannte. Hier ist nichts dem Zufall überlassen — und trotzdem wirkt alles, als würde es gerade erst passieren.
Was in seinen Händen geschieht, geschieht in Ihrer Hand, an Ihrem Glas, zwischen Ihren eigenen Fingern — und trotzdem versteht es niemand.
Über 240 Abende im Jahr sitzt er mitten im Raum, mitten im Gespräch, mitten in Ihrem Kopf. Black Table hat 62 Plätze — und keinen einzigen, von dem aus man ihm über die Schulter schauen könnte, ohne selbst Teil des Tricks zu werden.
Dabei ist Jedinat kein Zauberer mit ernster Miene. Den Schalk trägt er im Nacken wie andere eine Krawatte — nie ganz sichtbar, aber immer da. Ein Augenzwinkern hier, eine trockene Bemerkung dort, ein Lächeln genau in dem Moment, in dem man am wenigsten damit rechnet. Der Trick sitzt. Der Witz sitzt noch besser. Und man weiß selten, über welchen der beiden man gerade lacht.
Man kommt skeptisch. Man geht mit einer Geschichte, die man niemandem glaubhaft nacherzählen kann — und genau deshalb jedem erzählt.
Borngasse 30, Aachen. Ein Tisch, ein Zuhause, das er für einen Abend mit Ihnen teilt. Und ein Mann, dem man die Hände nicht abnehmen sollte — seinem Humor aber sehr wohl.