Entspannung pur im Neptunbad

geschrieben von Omsenmlotz und Katha

Unsere Rausgegangen-Lagerhallen-WG befindet sich mitten im schönen Ehrenfeld, in der Nähe vom Barthoniaforum, den ganzen gemütlichen Cafés auf der Venloer und dem wunderschönen Gebäude des Neptunbads. So oft gehen wir in der Mittagspause an letzterem vorbei oder saßen im Sommer auf dem Neptunplatz und haben uns an der großartigen Jugendstil-Architektur erfreut. (Das Bad gibt es übrigens schon seit 1912 und war schon immer ein richtiges Juwel im Herzen von Köln). Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es uns auch mal ins Innere zieht - gerade jetzt war es perfekt: das Wetter zu kalt, der Winter zu lang und unser Bedürfnis nach Wärme und Entspannung grenzenlos!

Jetzt könnten wir weit ausschweifen und dir die Details unseres Besuches erzählen (was wir mit Sicherheit gleich auch noch machen werden ;-) ), aber gleich zu Beginn einmal unser Fazit, das klarer nicht ausfallen könnte: Wer ins Neptunbad geht, kommt sehr entspannt und sehr begeistert wieder raus - und was kann man sich mehr wünschen! Das Gebäude ist nicht nur schon von außen wunderschön und beeindruckend, sondern auch von innen sehr liebevoll und stilsicher eingerichtet. In jedem Bad, jedem Entspannungsbereich und jeder Sauna haben wir uns sehr wohl gefühlt und konnten jedem Bereich etwas abgewinnen. Echt eine tolle Atmosphäre!

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Vor allem waren wir begeistert von den unterschiedlichsten Aufgüssen, Masken und Peelings, die das Neptunbad den ganzen Tag über anbietet. Wir haben uns, Füchse die wir sind, natürlich auch noch den passendsten Tag dafür ausgesucht: jeden Dienstag gibt es nämlich zusätzliche Damenspecials, die das Angebot noch erweitern! Die Stunden sind verflogen, wir konnten gar nicht glauben dass es schon dunkel war als wir wieder hinausgefunden haben, aber wir haben die Zeit in vollen Zügen genossen.





Ein kurzer knackiger Appell: Man sollte sich viel häufiger die Zeit nehmen, sich selbst etwas Gutes zu tun und wirklich mal zu entspannen. So tankst du neue Kraft, viel besser als vor dem Laptop und Netflix. Nimm dir ein gutes Buch oder gute Musik mit, konzentrier dich ganz auf dich und finde Ruhe. Klingt ein bisschen esoterisch, bringt aber voll was! Wir konnten auf jeden Fall komplett abschalten und haben alle Gedanken, die Arbeit und sonstigen Kram einfach draußen gelassen.

Da wir beide, Katha und Oksana, absolute Anfänger im Saunieren gewesen sind und da es dem ein oder anderen sicher auch so geht, kommt hier ein kleiner Guide mit Tipps und Tricks für den perfekten Besuch:

Bring dir deinen Bademantel und ein großes Handtuch sowie Schlappen/FlipFlops einfach von zu Hause mit oder leih dir ganz gemütlich alles vor Ort (gegen eine kleine Gebühr) aus. Der gesamte Saunabereich und alle Bäder sind textilfrei, daher darfst du dich dort nicht mit deiner Straßenkleidung oder im Bikini aufhalten. Danach darfst du die heiligen Hallen betreten und die Räume erkunden. Hier einfach mal der ungefähre Plan - unterstützt von einer echt schönen Bildergalerie - wie wir vorgegangen sind.

Direkt zu Anfang wollten wir ordentlich schwitzen, alles musste raus, und wir hatten schon ein bisschen was über die asiatische Saunalandschaft gehört. Unterschiedliche Temperaturen, eine Lichtersauna mit Zitrusaroma, eine Kräutersauna, Asa-hi mit Salzpeeling und Maiban Sauna mit Räucherstäbchen und die Zen Sauna sorgen für gute Abwechslung. Die Kräutersauna ist an jedem Dienstag extra für Damen reserviert und abgetrennt und bietet dann auch besonders tolle, "weibliche" Aufgüsse an. Im Neptunbad sind die verschiedenen Saunen drinnen und draußen gelegen und alle sehen und riechen durch das tolle Holz und die Aromen sehr schön und natürlich.





Ein weiteres Special, das wir uns nicht entgehen lassen konnten, sind die Masken, Peelings und Haarkuren, von denen man dienstags als Dame noch mehr als sonst üblich wahrnehmen kann. Ob Kaffee, Schokolade, Quark oder Salz mit Rosenöl, wir haben alles probiert, was die Haut schöner macht. Im sogenannten Laconium kann man sich einreiben, das Ganze wirken lassen, dabei die Atemwege im Schwitzbad mit Aromaölen frei machen und sich hinterher perfekt abduschen. Von da aus war der Weg in das historische Kaiserbad nahe liegend und bescherte uns eine weitere Überraschung! Originalgetreu restauriert hat der kleine Bereich sowieso schon seinen ganz eigenen Charme, der durch wohlklingende Unterwassermusik noch verstärkt wird. Nachdem man eine Position gefunden hat, in der man gut verweilen kann, ist das wirklich sehr entspannend ;-)

Auch super entspannen, konnten wir in dem Ruheraum mit den Wasserbetten. Wer das erfunden hat, ist ein Geschenk des Himmels, das müssen wir schon sagen. Die Betten dort haben die perfekte Mischung aus "Ich passe mich deinem Körper an, weil ich ein Wasserbett bin." und "Ich schwappe nicht wild hin und her bei jeder Bewegung, weil ich eine gemütliche Matratze bin.". Keine Ahnung wie das geht, aber es geht! Lesen, Musik hören, einfach schlafen, alles macht dort mehr Spaß.





Weiter geht's zum Poolbereich. In dem großen Pool lassen sich gemütlich ein paar Bahnen schwimmen und in dem sogenannten Onsen Kaskadenbad (verschiedene Bäder versetzt übereinander) regenerieren sich Japaner besonders gerne. Hier kann man sich besonders gut einfach treiben lassen, die Stille und das Ambiente genießen.

Zum Abschluss machten wir es uns noch im Restaurant des Neptunbads bequem, haben uns ein kühles Getränk gegönnt und unseren ersten Saunatag Revue passieren lassen - besser hätte der Tag nicht enden können!

P.S.: Diese wunderschönen Fotos sind übrigens von uns ganz persönlich geschossen - dafür waren wir schon früh morgens vor allen Leuten da, damit wir euch keine Nackedeis präsentieren müssen ;-)