Hello Recup, goodbye Einweg – Coffee to go mal anders

geschrieben von

Too much Monday, not enough coffee? Oder beim Coffee to go eher too much waste, not enough recycling?

Recup feiert mit seinen Pfandbechern für Coffee to go bereits Einjähriges – ein guter Anlass, um mal zu schauen, wie es in München so läuft. Es ist ein schöner sonniger Tag in München, genau richtig, um mal wieder ein bisschen durch die Stadt zu bummeln. Zum Wachwerden und für das entspannt-spätsommerliche Gefühl darf bei mir der Coffee to go nicht fehlen. Ich könnte ihn mir jetzt im Thermosbecher von zu Hause mitnehmen, aber die Aussicht darauf, diesen die ganze Zeit während des Shoppens mit mir herumzuschleppen, ist nicht besonders verlockend.

Ich starte von Schwabing West aus in Richtung Maxvorstadt und werfe unterwegs einen Blick in die Recup-App, um zu sehen, welches Recup-Partner-Café auf meinem Weg liegt. Tatsächlich kann ich ohne Umweg bei einer Biosupermarkt-Kette vorbeischauen und mir mein heißes Getränk im Pfandbecher holen - denke ich. Denn dort angekommen will in dieser Filiale die Verkäuferin an der Theke leider nichts von Recup gehört haben. Es sind auch keine türkisen und braunen Recup-Becher zu sehen.

Da ich das Pfandsystem aber vom Prinzip her gut finde, gebe ich so schnell nicht auf. Das nächste in der Recup-App eingezeichnete Partner-Café in meiner Nähe bietet die Becher auch wirklich an. Nur ein bisschen schade, dass sie etwas versteckt hinter den herkömmlichen Pappbechern stehen. Auf meine Bestellung „einen Latte Macchiato zum Mitnehmen bitte“ folgt nur die Frage nach der Größe des Getränks, nicht nach dem Behältnis. Der Recup-Becher wird mir nicht angeboten. Wer das Pfandsystem also noch nicht kennt, würde seinen Coffee to go hier wohl automatisch im gewohnten Pappbecher für unterwegs bekommen. Ich frage aber nach, zahle den einen Euro Pfand zusätzlich zum dafür vergünstigten Getränkepreis und setze meinen Weg mit dem türkisen Becher in der Hand fort. Er fühlt sich ziemlich stabil und gut in der Hand an und das Design mit der Münchner Skyline gefällt mir richtig gut.

So genieße ich meinen Weg umso mehr. Als ich den Latte ausgetrunken habe (was bei mir immer relativ schnell der Fall ist ;-)), will ich den Becher möglichst schnell wieder los werden, denn er stört natürlich beim Shoppen. Einen normalen Pappbecher würde ich jetzt einfach in den nächsten Mülleimer werfen – zugegeben aber mit einem schlechten Gewissen. Wie viel mehr Mühe ist es, statt zum nächsten Mülleimer (der bereits in Sichtweite ist), ein Partner-Café für die Rückgabe aufzusuchen? Ein kurzer Blick in die App verrät mir, dass ich für die Rückgabe einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss. Dieser ist es mir aber wert, wenn dadurch unnötiger Müll vermieden werden kann. Natürlich befinde ich mich gerade in einer entspannten Freizeit-Situation. Wäre ich im Stress und unter Zeitdruck, sähe die Sache schon ganz anders aus.

Deswegen auch mein Fazit: Eine super Sache, bei der sobald wirklich (fast) jedes Café in München mitmacht, auch das Stückchen Freiheitsgefühl des Coffee to go nicht verloren geht. Zum Einjährigen ist das schon mal ein guter Zwischenstatus - mal sehen, wie viele Cafés bis zum Zweijährigen dabei sind :-). Ich werde auf jeden Fall in den Cafés weiterhin nach den Recup-Bechern fragen. Wenn auch du deine Erfahrung mit Recup teilen und zusammen mit anderen Kaffeegenießern das Pfandsystem verbessern möchtest, freut sich das Recup-Team über deine Mail an kontakt@recup.de.

Recup erobert übrigens von München aus nach und nach auch die anderen Städte, sodass du dann irgendwann in München mit deinem Recup-Kaffee in den Zug nach Köln steigst und dort angekommen den Becher einfach wieder abgibst. Die ersten Cafés in Köln haben seit Mitte September die Recup-Becher im Sortiment.