Hoch hinaus im einstein: Bouldern ist Trend!

geschrieben von Antonia

Nach unserem aufregenden ersten Mal mit dem Urban Sports Club bei Amienas Werkstatt sind wir heiß auf mehr! Deshalb haben wir uns diesen Monat wieder aufgemacht, um uns sportlich zu betätigen und einen neuen Partner zu entdecken. Dieses Mal wollten wir hoch hinaus... sprich, uns stand der Sinn nach Klettern & Bouldern! Die einstein Boulderhalle hat unser Interesse geweckt - wohl nicht nur unseres, denn in der Eingangshalle hatten sich zur Feierabendzeit einige Menschen versammelt. Der erste Hinweis darauf, dass die Sportart sehr beliebt sein muss. Du möchtest dir selbst ein Bild verschaffen wie die Boulderhalle von innen aussieht? Schau mal auf der Website vom einstein vorbei, dort findest du einen visuellen 360 Grad Rundgang durch die Halle.

Gerade in den kühleren Jahreszeiten ist der innere Schweinehund sonst ja eher groß und man hat die Couch plötzlich unheimlich lieb. Außerdem, wer sieht schon das Sixpack unter einem Winterpulli? Wofür die Arbeit? Das ist aus unserer Sicht aber der große Vorteil bei dem Konzept vom Urban Sports Club: Dadurch, dass so viele verschiedene Sportarten und Studios angeboten werden, fühlt man sich ganz frei und geht tatsächlich freiwillig zum Sport. Wenn du also nicht an Geräten schwitzen magst, aber sehr gerne Squash spielst, ins Schwimmbad gehst, tanzt oder eben boulderst, ist das gar kein Problem*. Und fühlt sich demzufolge auch nicht wie eine Pflicht an - trotzdem tust du deinem Körper (und Gewissen) etwas Gutes! 

Trotz, dass Bouldern mittlerweile zu den Trendsportarten gezählt wird, gibt es bestimmt den ein oder anderen, der mit dem Begriff nicht unbedingt etwas anfangen kann. Damit du weiß, wovon wir hier sprechen (eine Vorstellung bekommst du hoffentlich schon durch die Bilder), kurz eine Erklärung zum Konzept: Bouldern ist eine Abwandlung vom Klettern. Ohne Klettergurt oder Kletterseil geht es Felswände, oder eben wie hier in der Halle an künstlichen Kletterwänden, hinauf. Anders als beim "normalen" Klettern befindest du dich aber immer in Absprunghöhe, das sind ungefähr zwei bis drei Meter. So hast du jederzeit, sollte die Kraft nachlassen oder auch das Ziel im ersten Versuch unerreichbar wirken, die Möglichkeit, ohne Verletzungsgefahr auf eine weichen Matte am Boden (auch Crashpad genannt) abzuspringen.

Christian, der Gründer der einstein Boulderhalle hier in München und in Ulm, war vor 15 Jahren sogar im deutschen Boulder-Nationalteam - wer könnte sich da besser eignen, um mir in meiner ersten Stunde Tipps zu geben und Tricks zu verraten. Beispielsweise sollte man die Arme so lang wie möglich halten. Angewinkelte Arme kosten immer Kraft; die sollte man sich gut einteilen und daher nur beim Umgreifen nutzen. Man sollte außerdem darauf achten, dass die Hüfte immer nah an der Kletterwand ist, denn so vermeidet man die „öffnende Tür“. Der lustige Begriff beschreibt das Problem, wenn man an der Wand hängt und beim Umgreifen zu viel Schwung nach Außen bekommt, sodass man wie eine Tür nach links oder rechts aufklappt und sich nicht mehr halten kann. Das ist auch mir einige Male passiert, aber Übung macht bekanntlich den Meister.

Beim Bouldern suchst du dir vor jedem Klettergang eine Farbe der Griffe und Tritte an den Wänden aus, die den Schwierigkeitsgrad deiner Route bestimmt. Nur diese Vorsprünge darfst du bei deinem Weg nach oben nutzen, wenn du ein bisschen Ehrgeiz hast und nicht einfach alles nutzt, was dir auf deinem Weg begegnet ;-) Das coole ist, dass du nicht zwingend eine richtige Einführung brauchst und mit wenigen Vorkenntnissen losklettern kannst. Ich persönlich denke aber, dass es sinnvoll ist, dir kurz ein paar Tipps geben zu lassen, da man sonst am Anfang etwas verloren vor der Kletterwand steht.

Ansonsten kommt es eben, vor allem zu Beginn deiner Boulderkarriere, auf das spielerische Ausprobieren an. Nur durch Probieren und erneutes Probieren kommst du weiter. Und machmal muss man auch seine lang überlegten Taktiken verwerfen und nochmal neu denken, um das „Boulderproblem“ zu lösen. So wird der durch die Farben vorgegebene Weg nämlich genannt. Beim Boulder wirst du oft Leute sehen, die sitzend oder stehend auf die Kletterwand starren. Sie sind gerade dabei, ihr Boulderproblem zu lösen. Im besten Fall. Aber die Sportart ist sehr kommunikativ, man kann sich wunderbar gegenseitig helfen, beim Tüfteln austauschen oder kurzerhand einfach mal selbst einen Weg ausprobieren und ihn dann weitergeben. Das gefällt mir sehr gut!

Am Anfang habe ich mich erstmal nur mit den einfachen, den gelben und blauen Griffen, begnügt. Allerdings gibt es auch in der Art des Griffes Unterschiede. Manche haben eine richtige Kuhle zum Festhalten, manche sind ganz schmal. Manchmal hat man zwar viele Griffe, aber nur sehr kleine und manchmal hat man sehr große Griffe, die aber weit auseinander liegen. Es gibt also auch innerhalb der Farben unterschiedliche Möglichkeiten und Varianten.

Bist du trotz allem schon in jeder Route ein Profi, kommt dennoch keine Langeweile auf, denn im einstein werden in regelmäßigen Abständen die Griffe umgesteckt, sodass nach zwei bis drei Wochen wieder komplett neue Boulderprobleme zu lösen sind. Jedes Umstecken wird natürlich getestet, sodass sichergestellt ist, dass es lösbar ist.

Die Wenigsten haben zu Anfang so viel Kraft in ihren Fingern, da hier die Muskeln höchstens mal beim Tippen trainiert werden, daher haben sie am Ende schon ein wenig geschmerzt. Aber mit der Zeit geht der Schmerz auf jeden Fall weg, habe ich mir sagen lassen. Ich kann Bouldern allen empfehlen, die Herausforderungen und Höhe mögen, in den Armen Kraft aufbauen wollen und einfach Spaß an einer Sportart haben, bei der man sich unterhalten und unterstützen kann. Ich hatte viel Spaß!

* Für alle, die noch mehr zum Urban Sports Club wissen wollen: Kein Problem, darüber erzähle ich gern! Dank dem USC dürfen wir nämlich regelmäßig die wildesten Sportangebote ausprobieren: Klettern, Wasserski, Boxen, Yoga, EMS Training, … die Liste ließe sich noch endlos fortsetzen, aber ich glaube du hast verstanden, worauf ich hinaus will. Das Beste daran: du kannst genauso davon profitieren. Als Urban Sports Club-Mitglied stehen dir nämlich die selben sportlichen Türen offen. Du zahlst im Monat einen festen Betrag und kannst dann, je nach Mitgliedschaft, unzählige Sportarten an ganz verschiedenen Standorten ausprobieren. Also quasi eine Flatrate für verschiedenste Sportangebote hier in München. Mittlerweile umfasst das Angebot über 400 Münchener Partner, dir mit ihren privaten Studios, Locations und Sportarten Teil der neuen Gemeinschaft sein wollen. Anders als sonst üblich bist du hier nicht an jemand bestimmtes gebunden, sondern kannst jederzeit und ganz nach deiner jeweiligen Stimmung in fast jedem Studio einchecken, Neues ausprobieren und dich immer wieder (auch von dir selbst!) überraschen lassen. So testest du nicht nur die ansässigen Studios, sondern auch die verrücktesten, coolsten, anstrengendsten und interessantesten Sportarten, die ein einzelnes Studio einfach nicht abdecken könnte. So wird der Sport definitiv nicht zur Routine! Besonders lobenswert finden wir, dass du den Vertrag monatlich pausieren oder kündigen kannst - da hat jemand an die Bedürfnisse der Kunden gedacht.

 

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