DIE 10 HIGHLIGHTS WÄHREND DER MUSEUMSNACHT 2018

Du hast es sicher schon auf den Straßen gesehen am Samstag ist endlich Museumsnacht in Köln. Das heißt ein buntes Programm, welches dich in die Welt der Kunst, Musik und Performance entführt. Mit 45 Museen und Locations und über 200 Veranstaltungen ist das Programm schon überwältigend. Deswegen sind hier unsere 10 Highlights für dich zusammengestellt. Aber nicht nur das. Wir haben auch eine interaktive Karte für die Museumsnacht in unserer App. Alle Locations und Events sind nach Uhrzeit sortiert, damit du den Überblick behälst.

Aber jetzt erstmal zu den Highlights:

MAKK: Retro ist total angesagt, Vintage ist chic und alles kommt irgendwie, irgendwann wieder — denn gutes Design ist bekanntlich zeitlos. Alle prägenden Stiltrends aus acht Jahrhunderten sind im MAKK versammelt. In der ständigen Sammlung können Besucher entdecken, wann was aufkam — und warum. Die Historische Sammlung zeigt das gesamte Spektrum des europäischen Kunsthandwerks. Ergänzt wird sie durch eine Designabteilung mit Schwerpunkt auf nordamerikanischem und westeuropäischem Design des 20. und 21. Jahrhunderts. Beide Sammlungen sind aktuell wegen Sanierungsarbeiten und Neukonzeption geschlossen. Um das Warten auf die Wiedereröffnung der Designabteilung zu verkürzen, hat sich das Museumsteam etwas Besonderes ausgedacht: ein Designbuch und eine App! »Überall Design und wir mittendrin« erzählt fast 100 Jahre Design-geschichte anhand von Highlights der Designsammlung.


Wann: 19:00 - 01.00 Plattenbörse; 22.15 - 23.00 Die Beatles sind Idioten — Radiohead auch
Wo: Museum für Angewandte Kunst An der Rechtschule, 5 Minuten von der Haltestelle Appellhofplatz (Linien 3, 4, 5, 16, 18)

Rautenstrauch-Joest-Museum: Identität, Glaube oder Lebensform: In jedem Zeitalter, in allen Kulturen der Welt stellen sich Menschen die gleichen Fragen. Aber die Antworten sind vielfältig. Das Rautenstrauch-Joest-Museum zeigt die Unterschiede und die verblüffenden Gemeinsamkeiten. Es schöpft aus einer Sammlung von mehr als 60.000 Originalen aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika. Innovativ inszeniert in Themenparcours regen sie dazu an, die eigene Welt mit neuen Augen zu sehen.

Wann: 19.45 - 20.30 Minimal Fashion (Forum Volkshochschule); 01.00 - 01.15 Schöpfer & Muse (Forum Volkshochschule)
Wo: Rautenstrauch-Joest-Museum Cäcilienstraße 29-33, 3 Minuten von der Haltestelle Neumarkt (Linien 1, 3, 4, 7, 9, 16, 18)

Kunstwerk: Das KunstWerk ist ein Kreativkosmos — geradezu ein Panoptikum der Kultur! Nirgendwo sonst prallen so viele Kunstformen, Stile und vor allem Künstler aufeinander. Rund 150 Künstler und Kreative arbeiten in der ehemaligen Mülheimer Gummifabrik unter einem Dach. 150 Individualisten, 150 Kunstansätze und fast genausoviele Ateliers und Studios auf rund 5.000 Quadratmetern — das Ergebnis ist berauschend! Als Deutschlands größtes selbstverwaltetes Künstlerhaus ist es zugleich Kunstplattform und ein Knotenpunkt des Netzwerkens. Regelmäßig stellen hier nationale und internationale Kunstgrößen aus; treten spannende Musiker, DJs und Performer auf. Ein von Künstlerinnen und Künstlern organisierter Projekt-raum im KunstWerk — kurz PiK — setzt regelmäßig neue, spannende Impulse für die Kölner Kunstszene und darüber hinaus. Das PiK ist ein Ort des Austausches — mit anderen Kunstzentren, aber auch zwischen unterschiedlichen Künstlergenerationen. Der Kreativkosmos pulsiert.

Wann: 23.00 HAIÓN
Wo: KunstWerk Deutz-Mülheimer Straße 127, 8 Minuten von der Haltestelle Koelnmesse (Linien 3, 4)

raum13: Dieser Ort atmet Geschichte. In den 1860er Jahren die Wiege der ersten Ottomotoren, nahm die weltweite Motorisierung hier ihren Anfang. Heute ist das Gebäude an der Deutz-Mülheimer Straße eine Industriebrache — und Schauplatz für eins der aufregendsten Langzeit-Kunstprojekte Kölns. Anja Kolacek und Marc Leßle erschaffen in den alten Fabrikhallen seit 2011 Visionäres — eine experimentelle Kunst, die sich jeglicher Kategorisierung verweigert. In einem Crossover von Theater, Tanz, Bildender Kunst, Musik und Philosophie erobern die Künstler das Gelände zurück und machen die ehemaligen Klöckner-Humboltdt-Werke zu einem urbanen Schaffensort. Hier entsteht Kunst mit politischer Sprengkraft, die nicht zuletzt aus der Erinnerung Inspiration für künftige Gegenwarten zieht. Der Freiraum des Denkens, des Suchens und Findens wird regelmäßig durch verschiedene Gastkünstler bereichert.

Wann: ab 20.00 Führungen durch die Ausstellung (Voranmeldung am selben Tag nötig)
Wo: raum13 Deutz-Mülheimer Straße 147-149, 13 Minten von der Haltestelle Stegerwaldsiedlung (Linien 3, 4)

Kolbhalle: Ein Ort für Künstler und Kulturen aller Art — eine Insel auf der sich immer Neues entdecken lässt. Wir sind Kultur, wir sind Stadtnatur, wir sind Kunst, international, kreativ, sozial — wir sind Performer, wir sind Maler, Musiker. Künstler. Menschen.« — so stellt die Kolbhalle sich vor. Das vielfältige, äußerst lebendige und wirklich besondere Künstlerhaus beherbergt mehrere Künstlerateliers und bietet Raum für Kunst, Musik und Kultur aller Art. Neben den »Residence Artists« wie Marcus Krips, Michael Reinker, Esther Kusche und anderen sind jede Menge Gastkünstler und Musiker anwesend. Hier kann man in einen wahren Mikrokosmos eintauchen: zusammengetragene Schätze aus mehreren Dekaden Ehrenfeld-Geschichte — bespielt von Künstlern, Musikern, Literaten, Designern, Philosophen und weiteren. Menschen aller Art und Nationalität haben aus der Kolbhalle ein einmaliges Gesamtkunstwerk geschaffen — eine Oase — ein sich ständig wandelndes Museum inmitten von Stadtnatur.

Wann: 19.30 ARTON..?!; 21.00 Uncorrupted Artistas / Industrial Electronic
Wo: Kolbhalle Helmholtzstraße 8-32, 7 Minuten von der Haltestelle Leyendeckerstr. (Linien 3, 4)

TimeRide VR Cöln: Ein in die elektrische Straßenbahn und mehr als 100 Jahre zurück ins kaiserzeitliche Cöln: TimeRide schickt seine Besucher per Virtual Reality auf Erkundungstour durch die rheinische Metropole um 1910 — digital liebevoll rekonstruierte historische Straßenzüge, simuliertes Rütteln der »Ersten Elektrischen« und Fahrtwind inklusive. Zeitreisebegleiter bieten eine historische Einordnung. So ist man mitten im Geschehen, kann Ge­schichte hautnah entdecken und erleben. Ergänzt wird die spannende Fahrt durch das Kaiserpanorama — eine Ausstellung historischer 3D-Fotografien der Domstadt. Und das Kinema zeigt in bewegten Bildern ganz im Stil früher Filme einen Querschnitt durch die Kölner Stadtgeschichte.

Wann: 19.00 - 02.00 TimeRide: Reise in die Vergangenheit (alle 20 Min)
Wo: TimeRide VR Cöln Alter Markt 36-42, 3 Minuten von der Haltestelle Heumarkt (Linien 1, 5, 7, 9)

ecosign: Die ecosign war ihrer Zeit voraus, so viel ist klar. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 folgt sie einem einzigartigen Konzept: Nachwuchsdesigner lernen hier, Ästhetik mit Nachhaltigkeit zu verbinden — und das in breiten Kontexten. An der ecosign tummeln sich Produkt-designer, Fotografen, Illustratoren und Kommunikationsdesigner

Wann: 19.00 - 00.00 Get Sketched, Do It Yourself
Wo: ecosign/ Akademie für Gestaltung Vogelsanger Str. 250, 10 Minuten von der Haltestelle Venloerstr./ Gürtel (Linien 3, 4, 13)

Atombunker Köln Kalk/ DOKK: Mit der Kölner U-Bahn in den Atombunker? Der »Eiserne Vorhang« und der »Kalte Krieg« sind gerade für jüngere Generationen staubige Begriffe vergangener Tage. Kaum vorstellbar also, dass an der U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post noch ein großer, stummer Zeitzeuge dieser Ära schlummert. Täglich fahren tausende Menschen unbemerkt durch einen Atomschutzbunker — den letzten seiner Art — und steigen darin aus oder um. Ohne zu wissen, dass sie einen Ort passieren, der im Falle eines Nuklearangriffs über Leben und Tod hätte entscheiden können. Hinweisschilder für einen nuklearen Schutzbau gibt es nicht, doch diese unvermutete Stadt unter der Stadt ist greifbar: Tonnenschwere Stahlschutztüren, Luftfilter, Zisternen, Energieversorgung und sogar eine Krankenstation sind bis heute vorhanden und geben Einblick in die Zeit des Kalten Krieges und die damit verbundenen Bedrohungen und Ängste, denen die Kölner ausgesetzt waren. Als »Mehrzweckanlage« an die U-Bahn-Station angegliedert, sollte der Atombunker rund 2.400 Personen für maximal 14 Tage Schutz bieten. Danach hätten die Insassen den Bunker wieder verlassen müssen — egal, wie die Situation oberirdisch gewesen wäre. Die Dokumentationsstätte Kalter Krieg (DOKK), eine Außenstelle des Kölner Festungsmuseums, macht den Atombunker als Zeitzeugnis zugänglich und erlebbar. Auf einzigartige und beklemmende Weise wird eine Zeit konserviert, die das weltpolitische Klima maßgeblich beeinflusst hat. Ein bedeutendes Stück Geschichte, nicht nur der Stadt Köln.

Wann: 19.00 - 02.00 Führungen (stündlich)
Wo: Atombunker Köln Kalk/ DOKK Roberstr. 2, 1 Minute von der Haltestelle Kalk Post (Linien 1, 9)

Weinmuseum: Wer durch herbstliche Weinberge flanieren will, muss nicht erst den Weg an die Mosel oder Ahr auf sich nehmen. Mitten in Köln, auf dem Dach des Weinmuseums, sonnen sich fast 700 Rebstöcke. Zur Museumsnacht wird der außergewöhnliche Weinberg in sanftes Licht getaucht — ein surreales Erlebnis! Im Museum darunter erwartet den Besucher allerhand Wissenswertes rund um den Weinbau und die Geschichte des Kölner Weins. Oh ja, richtig gelesen — im Mittelalter war die heutige Kölsch-Metropole die bedeutendste Weinstadt nördlich der Alpen.

Wann: 19.30 - 01.00 Weinwunderland Portugal; 19.00 - 01.30 SONGBOUND (stündlich)
Wo: Weinmuseum Amsterdamer Str. 1, 7 Minuten von der Haltestelle Zoo/Flora (Linien 16, 18)

Kompakt goes Ludwig: Wie schon im vergangenen Jahr wird das Foyer im Museum Ludwig Schritt für Schritt erst zum elektronischen Experimentierfeld dann zum Club: Das Kölner Label KOMPAKT präsentiert insgesamt vier Live Acts – tanzen bis zum Morgengrauen ist angesagt!

Wann: 21.00 - 05.00 Heiner Hersemann, Luuk, Patrice Bäumel und Tobias Thomas
Wo: Museum Ludwig Heinrich-Böll-Platz, 5 Minuten von der Haltestelle Dom/Hbf (Lininen 5, 16, 18)

 

Photocredits: http://www.museumsnacht-koeln.de/