Wie wir die Philharmonie zum Beben brachten

Freunde, was war das hier bitte gerade? Ich bin sicher, diese Frage hat sich nach dem Konzert von Bukahara in der Kölner Philharmonie so ziemlich jeder Anwesende gestellt. Und zwar mit leuchtenden Augen, dem breitesten Grinsen und leicht geröteten Wangen. Denn was an dem Abend in den heiligen Hallen der Philharmonie passiert ist, hat wohl niemand vorher kommen sehen. Zumindest ich nicht und da das hier ein persönlicher Artikel ist, behaupte ich das einfach mal. 

Vermutlich hast du, wie viele andere auch, dieses Bild von der Kölner Philharmonie im Kopf: Du hast schon gehört, dass die Akkustik dort sehr gut sein soll und auch, dass du dort für klassiche Konzerte an der richtigen Adresse bist. Du hast dir vielleicht gedacht, dass du für einen Besuch eher schick gekleidet sein solltest und eher auf Menschen mittleren Alters treffen wirst. Du wusstest, dass man nie, unter gar keinen Umständen, über das Kopfsteinpflaster, das zum Rhein führt und über der Philharmonie liegt, laufen sollte, dafür gibt es schließlich extra Ordner. Möglicherweise hast du auch an die Stimmung im Konzertsaal selbst gedacht, die sicher ruhig und gediegen sein müsste. Und dann hast du dir Karten für das Bukahara-Konzert gekauft und konntest dir vorstellen, dass es in diesem Fall wahrscheinlich ein wenig lauter als gewöhnlich werden und bestimmt einige in ihren Sitzen mitwippen würden. Am besagten Abend kamst du an und hast dich über die bunt gemischten Truppen vor dem Eingang gefreut, die gar nicht so ruhig und gediegen waren und sehr lässig aussahen. Aber mit der völligen Eskalation, die während des Konzertes herrschte, hast du auch zu dem Zeitpunkt noch nicht gerechnet. 

Die Kölner Philharmonie ist schon sehr imposant, das muss ich sagen. Von Außen betrachtet erwartet man nicht das Bild, dass sich einem Innen bietet. Kolosseum-artig sind die Sitze um die Bühne angeordnet, sodass man eigentlich von überall einen guten Blick und eine sehr gute Akkustik hat. Hinter der Bühne befinden sich Logen, von denen man von oben auf die Musiker blickt. Auf diesem Bild waren gerade alle dabei, ihre Plätze einzunehmen, daher ist es noch nicht so voll, das Konzert war jedoch restlos ausverkauft. Dennoch gibt das Foto einen guten Eindruck, wie schön es drinnen aussieht.

Da sind wir umso glücklicher verkünden zu dürfen, dass wir nun regelmäßig mit der Philharmonie zu tun haben werden! Ab jetzt zeigen wir dir in unserer App (hier geht es zum kostenlosen Download: https://rausgegangen.de/download ), das Programm der Philharmonie, sodass du dich zu den anstehenden Konzerten informieren kannst. Das findest du entweder bei deinen Lieblingsorten, bei denen du die Philharmonie hinzufügst, oder unter der Kategorie "Konzerte". Außerdem werden wir dich über unseren Instagramkanal (@rausgegangen_koeln) zu manch einem Konzert mitnehmen, damit du einen Eindruck von der Vielfalt bekommst.

Aber nun zurück zu Bukahara und der völligen Eskalation. Wer die Band schonmal gesehen hat, weiß, dass sich ihre Musik nicht in eine bestimmte Sparte stecken lässt (auch wenn das fast jeder Musiker von sich behauptet). Vielmehr ist es ein bunter Blumenstrauß aus Swing, Folk, Gipsy, Reggae und Arabic–Balkan, der dich immer wieder überrascht und in seiner Vielfalt erstaunlich gut zusammenpasst. Mal sind die Lieder leicht, lassen dich träumen und dann wieder treibend, enthusiastisch, lassen dich nicht eher still stehen, bis der letzte Ton verklungen ist. Man kann wirklich keinem Besucher verdenken, dass er nicht ruhig auf seinem Platz sitzen bleiben konnte, denn das macht der Körper einfach nicht mit. Ich weiß nicht genau, wie Bukahara den Zauber aufgebaut hat, aber ich bin sicher, wären in der Philharmonie Tische gewesen, hätten die Besucher darauf getanzt! Fast das komplette Konzert hindurch standen, tanzten, wippten, sangen, pfiffen und lagen sich alle in den Armen. Die Treppen-Lücken zwischen den Reihen wurden überbrückt, sodass alle zusammen schunkeln konnten. Mit all dem haben wir als Besucher die Kölner Philharmonie auf jeden Fall zum Beben gebracht.
Wahrhaftig war es eines der besten Konzerte, die wir je erlebt haben - und das in der Kölner Philharmonie, von der wir eine solch euphorische Stimmung ehrlicherweise nicht erwartet hätten. Es lohnt sich also absolut, mal die Homepage oder unsere App zu checken und sich Konzerte auch in diesem Rahmen anzuschauen. Auch wenn ein solches Konzert wie ich es beschrieben habe, nicht auf der Tagesordnung in der Philharmonie steht, gibt es dennoch mehr, als Klassik. Was auf jeden Fall auch sehr schön ist und wir gerne demnächst ausprobieren werden.

 

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