Mit unseren Tipps rausgegangen - Rausgeher berichten

Vor kurzem trudelte die Nachricht einer Rausgeherin bei uns ein: "Mein Leben wäre so viel langweiliger und ereignisloser, wenn ich nicht immer von euch tolle Tipps bekommen würde" - liebste Sabine, vielen Dank für deine schönen Worte! Wir wollen mit unseren Ideen andere Menschen inspirieren und es ist großartig, wenn genau das ankommtund geschätzt wird. Mit großer Entdeckerfreude hat Sabine schon einige Tipps ausprobiert, berichtete sie uns weiter, dabei war das Koch-Event "Über den Tellerrand kochen" eines ihrer Favouriten. Als angehende Sportjournalistin hat sie direkt in die Tasten getippt und uns ihren Erfahrungsbericht mitgeschickt, den wir euch auf keinen Fall vorenthalten möchten!

Über den Tellerrand kochen – eine kulinarische Entdeckungsreise

von Sabine Lerche

Hier ein bisschen Minze, dort der Geruch von Paprika. Dampf stiehlt sich wabernd aus großen, silbernen Töpfen. Mehl staubt und Teig wird von flinken Fingern geformt. In der Luft vermischen sich Kochdüfte mit Gesprächsfetzen und Messerklappern. Lachend und schwatzend sind im Familienforum der Kölner Südstadt zehn bunt zusammen gewürfelte Menschen dabei, ein afghanisches Gericht zu zubereiten.

Mitten drin bin ich und erlebe zum ersten Mal den Kochabend des Kölner Vereins „Über den Tellerrand kochen e.V.“ mit. Dabei kommen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, aber vor allem Geflüchtete zusammen, um gemeinsam ein Gericht aus ihrem Heimatland zu kochen. Jeden Monat bringt jemand anderes ein Rezept mit. Heute leitet Faroq aus Afghanistan die Zubereitung des Gerichts Ashak: „Ich habe das ausgesucht, weil es sehr gesund ist, mit viel Gemüse und wenig Fett. Außerdem braucht man dazu drei Saucen und dann ist jeder beschäftigt.“ Besonders viel Arbeit haben wir aber vor allem damit, aus dem Teig kleine mit Gemüse gefüllte Taschen zu formen.

 

Freude am Kochen und Lust auf orientalisches Essen bringen hier alle Teilnehmer mit. Ein richtig kulinarischer Austausch, aber auch kulturell und menschlich kommt man während des Kochens schnell in Kontakt. Man hilft sich gegenseitig und packt dort an, wo es gerade etwas zu tun gibt. Zeitdruck herrscht hier keiner. Das Familienforum stellt einmal im Monat seine Küche den Köchen von „Über den Tellerrand kochen“ von 19 bis 22.30 Uhr zur Verfügung. Die benötigten Zutaten werden zuvor von den kleinen Spenden der Teilnehmer eingekauft. Gegen 21 Uhr werden die Teller gefüllt und gemeinsam gegessen. Es schmeckt phantastisch und auch ich hole mir gerne noch eine zweite Portion. Danach wird noch festgelegt, wer beim nächsten Mal ein Gericht mitbringt.

 

Die Termine für die Kochabende findet man auf der Facebookseite des Vereins, eine feste Anmeldung ist nicht notwendig. Es ist immer jeder herzlich willkommen, egal, aus welchem Land, mit Kochtalent oder nicht. Nur Hunger sollte man mitbringen und Lust, neue und vor allem vielseitige Leute kennen zu lernen.

 

Wir freuen uns immer über Gastbeiträge. Also, wenn du von einem Event besonders begeistert warst, spannende Entdeckungen gemacht hast, oder du sonst wie von der Muse geküsst worden bist, schreib uns! :-)