Mer fiere et levve auf dem RheinBrand Festival

geschrieben von Olga

Kölsche Musik ist so ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden: die einen lieben sie und können jedes Lied mitsingen, für die anderen ist es die Höchststrafe. Wir finden, in Köln kommt man da nicht drum herum und sie gehört zu manchen Anlässen absolut dazu - schließlich wäre Karneval nichts ohne "Et jitt kei wood" oder "Fastelovend". Aber machmal, ganz tief im kleinen Herzen, erwischt man sich dabei, wie man sich auch im Sommer plötzlich nach den Klassikern sehnt und mal wieder eine Dosis Kölsche Bands vertragen könnte.


Genau so ging es uns vor wenigen Tagen, also sind wir forsch zur Tat geschritten, in die Bahn nach Troisdorf gestiegen und haben das RheinBrand Festival besucht! Was eine sehr gute Entscheidung war, denn dort waren so einige Bands versammelt, die dir einen Samstag versüßen können: Cat Ballou, Kasalla, Brings, Querbeat, Stadtrand und Fiasko. Altbekannte Hasen und frische Newcomer gaben sich auf der Bühne die Klinke in die Hand, während ihnen 5.000 Menschen frenetisch zujubelten! Und auch wir waren ganz erstaunt, wie viele Texte man mit der Zeit (auch unterbewusst) einfach drin hat und fröhlich mitgölen kann.


 

Dass das Line Up sich sehen lassen kann ist sowieso klar, aber war es denn auch insgesamt ein lohnenswertes Event? Die Frage stellt sich natürlich jetzt jedermann. Eine Frage, die wir nach unserem Besuch dreistimmig mit JA beantworten können. Ich mein, schau mal in unsere fröhlichen Gesichter, die sagen doch alles!

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Die Location in Troisdorf war optimal für ein Festival dieser Art gewählt, eine große freie Fläche mit dem Fokus auf die Bühne in der Mitte, sodass man von jedem Standpunkt sowohl hören, als auch sehen konnte, was auf der Bühne getrieben wurde. Drum herum tummelten sich die Büdchen mit Speis und Trank jeglicher Art, fast schon ein wenig wie auf einem Rummel. Während man auf den nächsten Act wartete, gab es genug zu sehen, zu schmausen und zu entdecken. Dementsprechend war auch die Stimmung bei den Gästen ausgelassen-fröhlich, Kindern tobten umher, das Kölsch floss und in einigen Ecken wurden auch die Pausen durchgeschunkelt. Generell war es wirklich schön, dass alle Altersklassen vertreten waren: kleine Fans, ältere Herrschaften, Eltern und Jugendliche in einem Alter, in dem es sonst häufig zu "uncool" ist, mit den Eltern abzuhängen. Beim RheinBrand Festival aber nicht! Auch ein etwas stärkerer Regenschauer wurde professionell im Inneren der Stadthalle oder unter mitgebrachten Plastikumhängen durchgestanden und tat der Stimmung keinerlei Abbruch. Kompliment für die gute Organisation!

Besonders viel Spaß hatten wir persönlich bei den Auftritten von Querbeat und Cat Ballou! Die beiden Bands verstehen es einfach, wie man die Menge zum Jubeln und uns zum Tanzen bringt! Bei Querbeat ist auf der Bühne allein schon aufgrund der Anzahl der Bandmitglieder immer was los; aber auch die Bläser, die Songs und Melodien treiben enorm nach vorne. Die Energie und der Spaß sind förmlich zu spüren. Cat Ballou lieben wir vor allem für das Herzenslied "Et jiit kei wood", das immer wieder eine ganz starke Verbundenheit bei uns hervorruft. Und die meisten Frauen würden wohl sagen, dass ich nicht vergessen darf, Dominik am Klavier zu erwähnen. Das habe ich hiermit getan (das Foto am Ende der Galerie wird euch dann erfreuen).

Übrigens, wenn du dir jetzt gerade denkst: "Mist, ich habe es verpasst und dabei wäre das genau Meins!" - keine Sorge, du musst nicht noch ein Jahr warten. Der Spaß wird am 15. September in Odenthal erneut stattfinden! Die ein oder andere Band ist neu im Repertoire, die anderen kann man sich sowieso immer wieder anhören, ohne dass es langweilig wird. Odenthal ist übrigens näher als man immer denkt, mit dem Auto quasi ein Katzensprung. 

Und zu guter Letzt noch ein paar Eindrücke und Fotos, die für sich sprechen.