Ein Skate Contest im Wasser - Der Blue Tomato Captain's Quest auf dem Straberger See

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Es ist Samstagmorgen, das Wetter scheint sich zu halten und wir machen uns auf zum Blue Tomato Captain's Quest. Es verspricht ein gemütlicher Tag am See zu werden mit allem, was man dazu so braucht. Als wir am Straberger See in Dormagen ankommen, erwartet uns am Strand, der sonst eher von Schwimmern und Wassersportlern bevölkert wird, eine bunte Mischung aus Wakeboardern und Skatern. Die ersteren sind Wasser gewöhnt und bereit nass zu werden, bei zweiteren bin ich mir noch nicht so sicher, denn dies ist kein gewöhnlicher Skate Contest: Die Halfpipe befindet sich auf einer schwimmenden Plattform mitten im See.

Da um die Halfpipe selbst nicht besonders viel Platz ist, fällt dann auch beim ein oder anderen missglückten Flip ein Skateboard ins Wasser. Zwar versuchen die Skater noch durch einen geschickten Hechtsprung ihr Board zu retten, doch oft ist das Board schneller. Doch man ist vorbereitet: Ein Taucher wurde speziell für diesen Fall abgestellt. Die Kunst scheint darin zu liegen das Board zu fangen, bevor es den Grund des nicht besonders tiefen Sees erreicht.

Und so beginnt der Skate Contest mit den Vorausscheidungen - wir lehnen uns zurück, gönnen uns einen Drink an der Strandbar, hören dem sehr motivierten Ansager zu und versuchen das ein oder andere Skatevokabular aufzuschnappen oder zumindest herauszufinden, was er da so erzählt, denn wir sind ja auch hier, um unsere ersten Schritte in die Welt des Skatings zu machen.

Am Blue Tomato Stand erfahren wir, dass der Captain's Quest quer durch Europa reist. Zum ersten Mal wurde die Idee 2015 in die Tat umgesetzt und weil's allen so viel Spaß gemacht hat, ging es dann 2016 auf den Wörtersee. Dieses Jahr war dann der Strabi dran (wir haben gelernt, dass der Strabergersee im Wakeboarder Jargon und mittlerweile wohl auch sonst von allen so genannt wird). Wo die schwimmende Holzrampe nächstes Jahr Station macht, ist allerdings noch ungewiss. Wir sind gespannt...

Und weil man beim ganzen Zuschauen dann richtig Lust bekommen hat, das Ganze auch mal selbst auszuprobieren, mache ich mich auf zur Halfpipe neben dem Blue Tomato Stand. Zum Glück ist diese um einiges kleiner als die, mit der die Profis auf dem See rumschwimmen, aber dennoch legt es mich ungefähr dreimal hin, bevor ich es schaffe (zugegebenermaßen sehr, seeeehr langsam) einmal mit dem Board hin und her zu pendeln.

Ich bekomme sogar ein paar Anfeuerungen und Ermutigungen der Profiskater, denn schließlich hat jeder mal klein angefangen und die ersten Versuche klappen nicht immer auf Anhieb.

Sie sind in der Tag sehr geduldig und nachdem ich es dann geschafft habe, nicht mehr vom Board zu fallen, mache ich ihnen auch wieder Platz und bin beeindruckt mit welcher Leichtigkeit sie ihre Tricks bewerkstelligen, wo es mir schon schwer fällt, einfach nur stehen zu bleiben.

Wir schauen dann doch lieber erstmal zu und genießen den schönen Tag am See...