Hintergrund
Der Karneval der Kulturen ist eine der größten kulturellen Interventionen im öffentlichen Raum Deutschlands, die sich klar gegen Diskriminierung und für eine freie, nachhaltige und friedliche Gesellschaft einsetzt.
Seit seiner Entstehung in 1996 versteht er sich als Antwort auf rassistische Übergriffe und steht für eine offene und diverse Gesellschaft. Als gelebte postmigrantische Tradition schafft er Räume für Begegnung, kreativen Ausdruck und solidarisches Miteinander. Beim diesjährigen viertägigen Straßenfest in Kreuzberg und dem großen Umzug an Pfingstsonntag, der dieses Jahr in Friedrichshain entlangführt, wird Berlins kulturelle Vielfalt sichtbar und gefeiert. Rund 5.000 Akteur*innen machen den öffentlichen Raum zur Bühne und zeigen den Reichtum der Stadtgesellschaft. Der Karneval bietet eine Plattform für Berliner Communities, die ihre Themen und kulturellen Wurzeln zeigen oder sie in eine neue Zeit führen wollen. Menschen aller Altersgruppen und aus jedem Kiez können sich hier mit ihren Anliegen sichtbar machen. Der Karneval der Kulturen ist Teil eines ganzjährigen Netzwerks diverser Kulturschaffender und zeigt: Kulturelle Vielfalt ist kein Ausnahmezustand, sondern gelebter Alltag in Berlin.
Das Jubiläumsjahr
Das Jubiläumsjahr steht jedoch unter besonderen Herausforderungen: Zur vollständigen Finanzierung von Straßenfest und Umzug fehlt noch Geld. Durch die vielseitigen Veranstaltungen und Partys kann jeder Einzelne den Karneval der Kulturen unterstützen.
In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung versteht sich der Karneval der Kulturen bewusst als Brave Space: ein mutiger öffentlicher Raum, in dem Menschen sichtbar werden, Haltung zeigen und für ihre Themen einstehen. Anders als ein „Safe Space“ ist der Karneval kein geschlossener oder homogener Raum. Er findet mitten in der Stadt statt mit unterschiedlichen Communities, Perspektiven und Lebensentwürfen. Ein „Brave Space“ bedeutet daher die Bereitschaft, Vielfalt zu gestalten, zu leben und auch auszuhalten, unterschiedliche Positionen respektvoll zu verhandeln und Demokratie im öffentlichen Raum aktiv zu leben.
Straßenumzug: Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee
Erstmals zieht der Straßenumzug durch Friedrichshain - durch die Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee. 67 engagierte Gruppen bringen hier ihre künstlerischen Ausdrucksweisen und gesellschaftlich relevante Themen auf die Straße. Die Motive und Impulse der Akteur*innen sind so vielseitig wie unsere Stadt selbst. Zusätzlich zu den bunten und pulsierenden Performances der Gruppen, laden entlang der Strecke zahlreiche Stände zum Genießen, Entdecken und Austausch ein.
Straßenfest: Blücherplatz, Kreuzberg
Auch das Straßenfest dient für Begegnung, Ausdruck und gelebte Gemeinschaft. Über Pfingsten, vom 22. bis 25. Mai 2026, lädt der Karneval der Kulturen erneut zu einem viertägigen Straßenfest rund um den Blücherplatz ein. Neben den drei gestandenen Bühnen Sound Avenue, Klang Plaza und Neue Pumpe wird das Programm um eine weitere Bühne und mit 10 Music Corner, die das Straßenfest in einen dezentralen Klangraum verwandeln, ergänzt. Im Ergebnis entsteht ein vielfältiges, viertägiges Programm, kuratiert mit Musiker*innen, Künstler*innen, Artist*innen und Tänzer*innen aus unterschiedlichsten Kontexten. Auf dem viertägigen Straßenfest finden Berliner Bands eine große Bühne und begeisterte Zuhörer*innen. Musikalisch geht es um die Welt: von anatolischem Jazz über Afrobeat bis zu japanischem Fusionrock, Mestizo-Sounds und Balkan-Beats Auf dem Straßenfest verbinden sich Musik, Tanz, Handwerkskunst und urbane Kultur zu einem besonderen Ereignis. Ob außergewöhnliche Designs, Handwerkskunst und echte Einzelstücke oder kulinarischer Genuss, fantasievolles Gestalten, Jonglage oder einfach Durchatmen. Das Fest ist eine bunte Oase für alle Generationen. Mitten im Herzen Kreuzbergs wird das Straßenfest zu einem lebendigen Zeugnis dafür, wie Traditionen bewahrt und im urbanen Kontext weiterentwickelt werden können. Vielfalt ist hier Antrieb für Kreativität und Gemeinschaft.
Ausstellung zum Jubiläum im Künstlerhaus Bethanien – Studio 1 Bereits vor der Haushaltsentscheidung 2026/27 war absehbar, dass zusätzliche Jubiläumsformate nicht aus dem regulären Budget des Karnevals finanzierbar sind. Aus diesem Grund wurden gezielt ergänzende Fördermittel beantragt. Durch den Juryentscheid der Spartenoffenen Förderung des Landes Berlin kann darüber hinaus die Ausstellung „Vom Sehen und Gesehenwerden“, kuratiert von Juana Awad, realisiert werden. Vom 13. bis 26. Mai 2026 versammelt die Gruppenausstellung im Künstlerhaus Bethanien 14 künstlerische Positionen dreier Generationen diasporischer und postmigrantischer Künstler*innen in einem Dialog über Blickregime, Selbstinszenierung und Strategien der (Un)Sichtbarkeit. Die Ausstellung rückt die künstlerischen Praktiken einiger derjenigen in den Vordergrund, die innerhalb und außerhalb des Karnevals das gemeinsame Feld von Migration, Widerstand und kritischer Praxis in Berlin navigieren.
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