Unaufhörlicher, tosender Wind, ein trostloses Holzhaus, kärgste Landschaft, ein Kutscher, seine Tochter und ein Pferd. Fünf Tage lang gleicht ein Tag dem anderen, wiederholt sich ein so mühevoll-beschwerliches wie minimales Tagwerk, einzig unterbrochen vom Besuch eines Nachbarn, der Düsteres berichtet, oder von Vorbeiziehenden, die um Wasser bitten. Dann, peu à peu, versiegt der Brunnen, erlischt das Licht, versagt das Pferd seinen Dienst. Rätselhaft, rigoros, hoch konzentriert (und höchste Konzentration erfordernd) kehrt Tarrs „filmischer Monolith“ (H.P. Koll) in knapp 30 Einstellungen (Kamera: Fred Kelemen) die Schöpfungsgeschichte um. Am Ende steht keine Auf-, geschweige denn Erlösung, nur eine finale Dunkelheit und eine existentielle Kinoerfahrung. Für weitere Informationen zum Programm: https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7629/2796.html