Der Elefant ist eine imposante Erscheinung – kein Wunder, dass er in Filmen immer wieder als Projektionsfläche für die Sehnsüchte des Menschen herhalten musste. Die Filmreihe "schrecklich schön" als Teil des Programms "schrecklich schön" zeigt anhand ausgewählter Filmbeispiele, wie der Elefant“ immer auch Projektions- und Identifikationsfigur des Menschen und seiner Sehnsüchte war.
Eine Rolle, für die das markante Tier nicht selten als die Verkörperung bestehender und überkommener Klischees eines authentischen, starken, wilden, unbezwingbaren Afrikas herhielt – als einem anderen, fremden, exotischen aber umso faszinierenden Ort. Von Elephant Queen bis Elephant Boy, von Hatari zu Light of Asia: Die von Elefanten- und Filmkennern aus vier Kontinenten kommentierte Filmreihe präsentiert den Elefanten als filmischen Protagonisten in den verschiedensten Konfigurationen – mal klischeebeladen, mal darum ringend, die Klischees hinter sich zu lassen.
Das Programm umfasst insgesamt rund 20 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme, orientiert an den Themen der Ausstellung und mit dem Schwerpunkt Elefant und Mensch. Die Filme sind Klassiker, historische Entdeckungen und aktuelle Produktionen aus Europa, Nordamerika, Afrika und Asien.
Rund die Hälfte der Filme richtet sich an ein Familienpublikum und damit explizit auch an Kinder und Jugendliche. Jeder Film wird im Original mit Untertiteln und/oder Live-Übersetzungen vorgeführt. Jede Vorstellung beginnt mit einer fünf- bis zehnminütigen speziell produzierten Eye-to-Eye-Einführung von Menschen mit einem besonderen Bezug zum jeweiligen Film.
Die Filmreihe "schrecklich schön" wird kuratiert von Dorothee Wenner:
THE ELEPHANT MAN, David Lynch
USA, 1980 - Spielfilm
Im London des späten 19. Jahrhunderts entdeckt ein Arzt John Merrick, den unter einer seltenen Krankheit leidenden "Elefantenmenschen" in einer Freakshow. Der junge Mann wird zur Attraktion der viktorianischen Gesellschaft. Lynch verfilmt die Lebensgeschichte des Mannes, der im wirklichen Leben Joseph Merrick hieß, als ein „Biopi“' und subtiles Historiendrama.
Eye to Eye Einführung von John Akomfrah, Filmemacher, Künstler, Großbritannien
Ort: Humboldt Forum Saal 2