Der ukrainische Komponist Nikolai Kapustin gilt als Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz. Ausgewählte Klavierstücke arrangiert der Pianist Frank Dupree mit seinem Jazz-Trio für Bass und Schlagzeug neu. Und im Gespräch mit Musikvermittler Rafael Rennicke gehen sie der Frage nach, wo die Grenzen beider Genres ineinanderfließen.
„Ich war sofort süchtig nach seiner Musik“, erinnert sich der Pianist Frank Dupree an seine Jugend in den 2000er-Jahren. Damals waren die Kompositionen des Ukrainers Nikolai Kapustin in Westeuropa nahezu unbekannt.
Inzwischen ist der heute 32-jährige Dupree einer der besten Interpreten und kreativsten Vermittler der Musik Kapustins und füllt mit seinem Jazz-Trio die Konzertsäle: „Wir finden, dass Kapustins Kompositionen definitiv in alle Konzertsäle dieser Welt gehören. Wo immer wir Kapustin aufs Programm setzen, tanzt das Publikum schier auf den Stühlen!“
Nikolai Kapustin war ein Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik. 1937 in der Ostukraine geboren und 2020 in Moskau gestorben, wirkte er schon während seines Klavierstudiums am Moskauer Konservatorium als Jazz-Pianist, Arrangeur und Komponist und hatte sein eigenes Quintett.
20 Klaviersonaten und sechs Klavierkonzerte zählen zu seinem umfassenden Werk. Zumeist sind sie inspiriert von unterschiedlichen Jazz-Stilen, doch immer in klassische Formen gegossen und akribisch ausnotiert – eine virtuose Herausforderung für jeden Interpreten und jede Interpretin.
Mit seinem Jazz-Trio hat Frank Dupree ausgewählte Klavierstücke Kapustins arrangiert. Gemeinsam mit dem Musikvermittler Rafael Rennicke gehen er und der Kontrabassist Jakob Krupp und der Schlagzeuger Meinhard „Obi“ Jenne der Frage nach, wie Kapustin Komposition und Improvisation so raffiniert miteinander verbunden hat und wo die Grenzen von Jazz und Klassik zu verfließen beginnen.
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