„Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen: so unbildlich und real fällt sie in uns ein.“ Mit diesen Worten beschrieb der Philosoph und Musikautor Theodor W. Adorno die einzigartige Wirkung der Musik Franz Schuberts, die geradezu zum Motto des 3. Kammerkonzertes wird. „Mir war immer klar, dass ich eines Tages meine persönliche Antwort auf diese musikalische Welt würde finden müssen“, so der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann in einem Interview. Immer wieder hat sich Widmann in seinem kammermusikalischen Schaffen unmittelbar auf Franz Schubert bezogen, so auch in seinem Oktett aus dem Jahr 2004, das direkt von Schuberts 180 Jahre zuvor komponiertem F-Dur-Oktett inspiriert ist.
Mit dem Oktett für drei Blas- und fünf Streichinstrumente wollte sich Schubert damals „den Weg zur großen Sinfonie bahnen“. Und so lebt das Werk von der Abwechslung und Gegenüberstellung kammermusikalisch-intimer Formen und orchestraler Größe, auf die Widmann in seinem Werk zurückgriff. Mit seinen Reminiszenzen an der musikalischen Welt Schuberts vermochte Widmann hier auf einzigartige Weise eine Brücke zwischen Vergangenheit und Moderne zu schlagen.
Gemeinsam Events erleben
Events werden noch schöner wenn wir sie teilen! Deshalb kannst du dich jetzt mit Friends und anderen Usern vernetzen um Events gemeinsam zu besuchen. Loslegen