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7. Sinfoniekonzert

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Alexander von Zemlinsky

Als Mozart 1783 einige Tage in Linz verbrachte, eröffnete sich ihm spontan die Möglichkeit, ein Konzert zu geben. Allerdings hatte er gerade keine fertigen Werke zur Hand: So entstand innerhalb von vier Tagen eine Sinfonie, die im Nachhinein – und somit ganz zu Recht – unter dem Namen »Linzer« bekannt wurde. Deutlich wandelt Mozart hier auf den Spuren Haydns, dessen Sinfonien er zuvor studiert und abgeschrieben hatte. Erstmals eröffnet er auch eine Sinfonie mit einer langsamen Einleitung und setzt so den begonnenen Weg zur sinfonischen Großform fort.

Als Alexander von Zemlinsky 1922 an seiner »Lyrischen Sinfonie« schrieb, hatte er weder einen Titel noch die Gattungszugehörigkeit für das Werk vor Augen. Unübersehbar war aber der Bezug auf Gustav Mahlers »Lied von der Erde«: Zemlinsky komponierte einen Zyklus von Orchesterliedern für Bariton und Sopran, der inhaltlich nur lose zusammenhängt, dafür aber pausenlos und von Leitmotiven verbunden durchgestaltet ist. Als Textvorlage griff Zemlinsky auf Gedichte von Rabindranath Tagore zurück, der 1913 als erster asiatischer Autor den Literaturnobelpreis gewonnen hatte. Stilistisch noch in der Zeit um 1900 und im Jugendstil verwurzelt, fasziniert Zemlinskys Musik hier nicht zuletzt durch ihre opernhafte Dramatik.

Location

Musik- und Kongresshalle Lübeck Willy-Brandt-Allee 10 23552 Lübeck

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