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A Hen in the Wind
FOTO: © © June Ueno

A Hen in the Wind

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Regie: OZU Yasujirô
1948, 83 Minuten, OmeU, DCP

Der Film spielt kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Tokyo und schildert die tragische Situation einer verzweifelten jungen Mutter. Tokiko, gespielt von Tanaka Kinuyo, lebt alleine mit ihrem vierjährigen Sohn Hiroshi in einer günstigen kleinen Wohnung und wartet auf die Rückkehr ihres Mannes aus dem Krieg. Als Hiroshi krank wird, ist sie nicht in der Lage, die Krankenhauskosten zu bezahlen und prostituiert sich ein einziges Mal, um an Geld für die notwendige ärztliche Behandlung zu kommen.
Als der Ehemann unversehrt zurückkehrt, scheint das Familienglück perfekt, doch die ehrliche Tokiko kann ihm gegenüber ihr Verhalten in der Notlage nicht verschweigen. Der Mann gerät außer sich und wird handgreiflich. Beide stehen vor der Frage, wie sie mit ihren Gefühlen von Schuld und Ehre umgehen können.

Filmreihe
Ozu Yasujirô (1903 - 1963)
Eine Hommage an die japanische Regie-Legende

Ozu Yasujirô zählt zu den international renommiertesten Regisseuren Japans. Aus Anlass seines 120. Geburtstages, den er in diesem Jahr feiern würde, hat die Produktionsgesellschaft Shôchiku gemeinsam mit der Japan Foundation mehrere Werke digital restauriert, von denen wir sechs vorstellen. Ergänzt wird die Reihe durch TOKYO-GA von Meisterregisseur Wim Wenders.

Der Perfektionist Ozu entwickelte eine unverwechselbare Filmästhetik, die er mit strikter Konsequenz verfolgte. Charakteristisch sind Kameraeinstellungen, bei denen das Geschehen in Augenhöhe eines auf dem Boden Sitzenden aufgenommen wurde, wobei Ozu grundsätzlich ein 50mm-Objektiv verwendete. Auch leistete er ganz bewusst Verzicht auf Überblendungen, Kamerafahrten oder Schwenks und beschränkte sich auf starre Einstellungen und einfache Schnitte.

In nahezu allen Filmen thematisierte Ozu die komplexen Beziehungen innerhalb einer Familie und schilderte die vielschichtigen emotionalen Verflechtungen zwischen den verschiedenen Generationen.
Sowohl hinter als auch vor der Kamera verband ihn die Zusammenarbeit mit einem eingespielten und profilierten Team, viele seiner Schauspielerinnen und Schauspieler zählten zu den Stars ihrer Zeit.

Die Reihe ist eine Kooperation mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V. in Berlin, dem Metropolis Kino, Kinemathek Hamburg e.V. sowie dem Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier.

Preisinformation:

Eintritt frei

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln
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