In der Ausstellung Residue präsentiert Daniel Gianfranceschi ein neu komponiertes Stück für E-Gitarre, das in einer dreikanaligen Installation amplifiziert wird und Themen wie lokales (Zu)Hören, selektives (Zu)Hören und Lautstärke als physikalische Konsequenz behandelt. Hier schwankt das Verhalten der Zuhörerin (m/w/d) zwischen einem aktiven, exegetischen Verfahren und einer fast antagonistisch-präsenten Klangmaterie, die das „uninteressierte“ kantische Urteil zugunsten einer wahrnehmungsbezogenen Konfrontation ablehnt. In Verbindung mit der Ausstellung wird eine gleichnamige CD-Publikation erhältlich sein.