FOTO: © Jana Edisonga Photography
ALICE HASTERS »ANTI OPFER. WARUM WIR VERLETZLICHKEIT VERACHTEN«
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Kulturbüro gerne wieder am Programm der »Aktionswochen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung«. Drei unterschiedliche Lesungen bieten spannenden Input zu gesellschaftsrelevanten Themen – von Betroffenen für Betroffene und alle, die sich ebenfalls informieren und engagieren möchten. Austausch, Erfahrungsberichte und Diskussion sind dabei nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.
Am 15. September besucht uns Alice Hasters und spricht unter anderem über ihr Buch »Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten.« Sie sagt: Überall wird über Opfer gesprochen. Doch immer häufiger sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. Wenn sie nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Härte gegen andere gilt als zunehmend erstrebenswert – und während an Opfer unmenschlich hohe Ansprüche gestellt werden, verändern mächtige Bündnisse patriarchaler Komplizenschaft unsere Welt zum Schlechteren. Alice Hasters beschreibt einen kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der Sensibilität als elitär gilt? Und das Recht des Stärkeren als authentisch? Mit intellektueller Unruhe stellt sie der Ausbreitung der neuen Härte die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung an veranstaltungen@kulturbuero-bremen-nord.de oder über unseren Ticketshop wird gebeten.
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Organizer | Bookingagentur
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