Hamburg 1955: Uwe beginnt im Pelzgeschäft seines Vaters eine Lehre zum Kürschner. Im Takt der Stechuhren lernt er die Tücken und Geheimnisse dieser Kunst kennen. Er lauscht den Geschichten der Kollegen, schließt Freundschaften, entdeckt die Stadt und den Jazz. Der Lehrling, der vom Schreiben träumt, liest heimlich Salinger und Camus, erkundet, reichlich schüchtern noch, die Liebe, wird politisch initiiert und streitet sich nun umso intensiver mit dem Vater über die NS-Zeit. Als auf dem Pelzmarkt ein Preiskampf ausbricht und der Vater plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, muss der junge Uwe ein völlig überschuldetes Geschäft sanieren. Die harte Arbeit und die großen Sorgen bringen ihn jedoch nicht vom Traum eines anderen Lebens ab. Mit Alle meine Geister entwirft Bestsellerautor Uwe Timm ein sprechendes Zeitbild und einen eindrucksvollen Initiationsroman der Liebe, des Lesens, des Arbeitens und Träumens.
Mod.: Shelly Kupferberg