Das sagt der/die Veranstalter:in:
D/SY 2026, 60 Min., OmdU Arabisch, Englisch, Deutsch, Film von Elke Sasse und Ziko Ghunaim
Ein Maisfeld. Das ist für Mohammed „Ziko“ Ghunaim nach seiner Flucht 2015 aus Syrien zwei Jahre lang Deutschland: „Wartezustand im Nirgendwo…“ Als er dann reisen kann, findet er Inspiration in einer stillgelegten Kohlenzeche, einen VW Käfer in Wolfsburg und Erinnerungen an den Krieg in Syrien in Berlin. 2018 kann er nach Hamburg ziehen, drei Jahre später ist er Theatermacher am Thalia Theater. Hamburg wird eine neue Heimat für ihn. Aber dann ist da noch die andere Heimat: Damaskus, Syrien. In den Nachrichten, im Handy beim Video-Call mit den Eltern, in den alten Fotos mit Freunden. Er backt „Erinnerungsbrot“, hört „Feiruz am offenen Fenster“ und wie sein Jasmin im Wohnzimmer wartet er darauf, dass sich feste Wurzeln bilden - und Blüten. 10 Jahre Deutschland, sie sind kein gradliniger Weg: Die Euphorie über ein neues Leben in Sicherheit mischt sich mit der Melancholie über die verlorene Heimat. Und ab und zu werden die „Monster“ wieder wach, Alpträume, die alte Traumata hochbringen. Der Film begleitet Ziko durch diese Jahre und verwebt die Stationen in Deutschland mit Videos und Fotos aus seinem Archiv – und mit seinen Texten: Poetische Fragmente, Momentaufnahmen, die seinen Weg reflektieren und sich durch den Film ziehen. Dann kommt der 8. Dezember 2024. Das Regime in Damaskus stürzt… Im Anschluss Gespräch mit den Filmemachern.
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