FOTO: © SAVVY Contemporary // (c) Raisa Galofre
An Instrument of Nature: Making a Broom Brush
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WORKSHOP 22.08.2026 15:00–17:30
WITH Saman Pourisa
LANGUAGE The workshop will take place in English, German and Farsi/ Dari
ENTRY Recommended donation to the workshop instructor: 10–20 EUR
ACCESS SAVVY is accessible by wheelchair
PARTICIPATION The workshop is open to all, but has limited capacity. If you are interested in joining us, kindly send an email with subject line "Broom Brush" to workshop@savvy-contemporary.com. Open to all ages and levels; no previous craft or painting experience required. Young children are welcome to explore and make with a grown-up alongside them.
In Persian, a paintbrush (ghalam-mu) is a tool whose roots trace back to antiquity, to the word for stalk or reed (kalamos): an instrument of nature before it was an instrument of the human hand. A plant became a tool, and the tool kept the plant's name – a pattern that repeats itself across languages. Even a broom carries the name of the shrub it was once made from, and a brush, the word for twigs.
This workshop invites participants to this tradition of wildcrafting and fabrication. Before there is a painting, there is an instrument, and before there is an instrument, there is an exploration – a walk through a garden, a park, a stretch of dirt road where something has fallen or gone to seed. Participants gather what the neighbourhood offers that day: dried leaves, fallen sticks, grass gone brittle in the sun. Then, the way a reed once became a brush, participants bind what they've gathered into brushes using simple materials like thread, tape, and glue. No two brushes are alike, because no two walks cover the same ground.
This practice is a quiet return to a time before a tool was bought: to when it was handmade before the work began. A brush made from what nature offered up asks a different question – not what can I make with this tool, but what does this season, this environment, this particular patch of nature have to give and what can we make with it. The answer to this question changes every time.
The workshop concludes with painting together, unhurried, using instruments that may not exist tomorrow, but did what they were gathered to do.
SAMAN POURISA is a multidisciplinary artist and creative pedagogue holding a Master of Fine Arts in Art in Public Space from Bauhaus University Weimar. Her participatory practice provides space for non-hierarchical forms of learning, encouraging both critical thinking and creativity through work on the elusive line between nature and culture, learning and unlearning.
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WORKSHOP 22.08.2026 15:00–17:30
Mit Saman Pourisa
SPRACHE Der Workshop findet auf Englisch, Deutsch und Farsi/ Dari statt
EINTRITT Empfohlene Spende an die Workshopleiterin: 10–20 EUR
BESUCH SAVVY ist mit dem Rollstuhl zugänglich
TEILNAHME Der Workshop steht allen Interessierten offen, die Teilnehmer:innenzahl ist allerdings begrenzt. Wenn Du gerne teilnehmen möchtest, melde Dich bitte an unter workshop@savvy-contemporary.com mit dem Betreff "Broom Brush" an. Für alle Altersgruppen und Niveaus geeignet; Vorkenntnisse im Basteln oder Malen sind nicht erforderlich. Kinder sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit einem Erwachsenen mitzubasteln.
Im Persischen ist ein Pinsel (ghalam-mu) ein Werkzeug, dessen Wurzeln bis in die Antike zurückreichen – zum Wort für Halm oder Schilf (kalamos): ein Instrument der Natur, bevor es zu einem Instrument der menschlichen Hand wurde. Eine Pflanze wurde zum Werkzeug, und das Werkzeug behielt den Namen der Pflanze – ein Muster, das sich in vielen Sprachen wiederholt. Selbst ein Besen trägt den Namen des Strauchs, aus dem er einst gefertigt wurde, und ein Pinsel wird mit dem Wort für Zweig benannt.
In diesem Workshop sind die Teilnehmer*innen eingeladen, an dieser Tradition des Sammelns in der Natur und des Handwerks teilzuhaben. Bevor ein Gemälde entsteht, entsteht ein Werkzeug, und bevor es ein Werkzeug gibt, gibt es eine Erkundung – einen Spaziergang durch einen Garten, einen Park, einen Abschnitt einer unbefestigten Straße, auf dem etwas heruntergefallen ist oder versamt hat. Die Teilnehmenden sammeln, was die Nachbarschaft an diesem Tag zu bieten hat: getrocknete Blätter, heruntergefallene Zweige, in der Sonne spröde gewordenes Gras. Dann binden wir – so wie einst aus einem Schilfrohr ein Pinsel wurde – das Gesammelte mit einfachen Materialien wie Faden, Klebeband und Kleber zu Pinseln zusammen. Kein Pinsel gleicht dem anderen, denn kein Spaziergang führt über denselben Weg.
Diese Praxis ist eine stille Rückkehr in eine Zeit, bevor ein Werkzeug gekauft wurde: in die Zeit, als es noch von Hand gefertigt wurde, bevor die Arbeit begann. Ein Pinsel, der aus dem hergestellt wurde, was die Natur hergab, wirft nicht die Frage auf: Was kann ich mit diesem Werkzeug schaffen?, sondern: Was hat diese Jahreszeit, diese Umgebung, dieser bestimmte Flecken Natur zu bieten, und was können wir daraus gestalten? Die Antwort auf diese Frage ist jedes Mal eine andere.
Der Workshop endet damit, dass wir gemeinsam und ohne Eile malen – mit Werkzeugen, die es morgen vielleicht schon nicht mehr gibt, die aber ihren Zweck erfüllt haben.
SAMAN POURISA ist eine multidisziplinäre Künstlerin und kreative Pädagogin mit einem Master of Fine Arts in Kunst im öffentlichen Raum der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre partizipative Praxis schafft Raum für nicht-hierarchische Lernformen und fördert sowohl kritisches Denken als auch Kreativität durch die Auseinandersetzung mit der schwer fassbaren Grenze zwischen Natur und Kultur, zwischen Lernen und Verlernen.
Location
Angaben zur Barrierefreiheit
Für dieses Event liegen uns keine Infos zur Barrierefreiheit vor.
Alles zum Thema Barrierefreiheit bei Rausgegangen findest du hier.