Am 19. Februar 2020 ermordet ein Rassist in Hanau neun Menschen: Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz Vili, Viorel Păun und Ferhat Unvar. Der Theaterautor, Regisseur und Arzt Tuğsal Moğul fragt gemeinsam mit der »Initiative 19. Februar Hanau« nach den vielen Fehlern, die vor, während und nach dem Anschlag von Seiten der Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und den Medien begangen wurden. Der Täter hat sich der Verhandlung und seiner Verurteilung durch Selbsttötung entzogen, eine gerichtliche Aufarbeitung findet nicht statt. Tuğsal Moğul wählt daher ganz bewusst öffentliche Orte in der Mitte der Stadtgesellschaft: Wir zeigen And Now Hanau zunächst im Willy-Brandt-Saal des Schöneberger Rathauses und darüber hinaus an zwei Abenden im Studio . Rund um die Vorstellungen finden dort auch Veranstaltungen in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund zum Gedenken, Diskutieren und Kraftschöpfen statt.
Premiere 9/Februar 2023
Eine Koproduktion der Theater Münster und Oberhausen mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Berlin