Zum Jahreswechsel 2022/23 knallt es in Berlin, Einsatzkräfte werden angegriffen, Autos brennen, junge Männer randalieren mehrere Nächte hintereinander. Und sofort erscheinen die immergleichen Texte, die entweder alles auf die vermeintliche Herkunft der Randalierer schieben oder jede noch so schwere Straftat mit sozialen Problemen relativieren.
Und obwohl sich herausstellt, dass auch anderswo in Deutschland Krawalle stattfanden, verfestigt sich das Bild vom „muslimischen Ghetto Neukölln“. Auch der Berlin Wahlkampf wird vom Thema geprägt. Woher kommt nun die Gewalt? Und woher kommen die journalistischen Reflexe? Darüber diskutieren die Autorin Sineb El Masrar, die Politologin Saba Nur-Cheema und der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak. Es moderiert der Journalist Daniel Schulz.