Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das für viele Menschen mit erheblichen Verunsicherungen verbunden ist. Spätestens seit der Debatte über antisemitische Darstellungen auf der Documenta 15 betrifft dies Kulturtätige in besonderem Maße. Die Fragen, die sich viele stellen, sind tiefgreifend: Was darf Kunst sagen oder darstellen und wo beginnt Antisemitismus? Was ist noch Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit und was ist antisemitisch?
Diesen und weiteren Fragen möchte das Projekt „Umgang mit Antisemitismus in Hamburger Kultureinrichtungen“ der W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. in Kooperation mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus – KIgA e.V. zukünftig nachgehen.
In diesem Workshop fragen wir uns, welche Anknüpfungspunkte es im musealen Kontext zu Antisemitismus gibt und wie eine antisemitismuskritische Auseinandersetzung damit auf den unterschiedlichen Ebenen in Museen aussehen kann. Die Teilnehmenden tauschen sich praxisnah über Fallstricke in öffentlichen Debatten, persönliche Zugänge und Erfahrungen im Arbeitsalltag aus. Sie reflektieren mithilfe interaktiver Methoden die Chancen und Herausforderungen diskriminierungs- und antisemitismuskritischer Bildung und wie bestimmte Zielgruppen z. B. durch die (Neu-)Gestaltung pädagogischer Programme erreicht werden können.
Die W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. ist ein transkulturelles Bildungs- und Informationszentrum rund um das Thema globale Gerechtigkeit. Seit mehr als 40 Jahren engagiert sie sich als gemeinnütziger Verein für Perspektivenvielfalt im Diskurs, diversitätssensible Orientierung in allen Gesellschaftsbereichen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie öffnet Räume für verschiedene Blickwinkel auf globale Machtverhältnisse und ihre lokalen Zusammenhänge. Das Ziel: gesellschaftliche Solidarität zu stärken, einen Ort für Begegnungen, Ideen und Vielfalt zu bieten und mit einem breiten Veranstaltungsangebot zur kritischen Debatte zu motivieren.
Mehr Informationen: www.w3-hamburg.de.
Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus – KIgA e.V. setzt sich seit über 20 Jahren gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Intoleranz ein. Der mehrfach ausgezeichnete Träger der politischen Bildung arbeitet innovativ und intersektional. Die Angebote eignen sich für Schulen, die Erwachsenenbildung und außerschulische Erfahrungen. Richtungsweisend sind auch die Angebote der kulturellen politischen Bildung des Trägers. Die KIgA arbeitet in der gesamten Bundesrepublik und hat im Bereich der Antisemitismusprävention ein europaweites Netzwerk aufgebaut. Der Vorstandsvorsitzende Derviş Hızarcı und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus sind 2023 in Washington mit dem „Elie Wiesel Award“ ausgezeichnet worden.
Mehr Informationen: www.kiga-berlin.org.
Hinweis zur Teilnahme
Barriereinfos
Die W3_ ist kein barrierefreier Ort. Wir befinden uns hinsichtlich der Zugänglichkeit unserer Räume und Veranstaltungen in andauernden Lern- und Verlernprozessen und sind darum bemüht, diese möglichst inklusiv zu gestalten. Daher möchten wir an dieser Stelle einige Informationen zum Zugang teilen: