FOTO: © Arne Schmitt

Artmann&Duvoisin - Service und Gefühl

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Content Note: Nacktheit, Überlagerung von Musik und Text, Thematisierung von Sex und Machtgefälle



 



Wenn ich für dich tanze und du es einfach nicht fühlst, wer ist dann gescheitert? Muss ich mit dem Herzen dabei sein, um für die Herzen der anderen zu sorgen? Welche gefühlsregulierende Macht liegt in versorgender Arbeit?



Artmann&Duvoisin nähern sich diesen Fragen auf Basis von Gesprächen zwischen den Künstler*innen und Menschen in versorgenden Tätigkeiten. Die Tänzer*innen auf der Bühne machen aufrichtige Versuche, intensiv zu fühlen oder Gefühle auszulösen und nähern sich aus persönlichen und tanztechnischen Perspektiven ihrer Empfindsamkeit als wertvoller Ressource, die stets von Verwertungslogiken bedroht ist.



Dabei treten sie in Dialog mit anderen Formen emotionaler Arbeit: Welche Techniken von Ab- und Entgrenzung, von Regulierung und Formalisierung von Gefühlen stehen sich mit künstlerischer und versorgender Arbeit gegenüber?



Tanz als Körperpraxis und Kunstform ist geprägt durch eine große Nähe zum Fühlen und Wohlbefinden. Zugleich ist die Arbeit in der freien Tanzszene stets bedroht von Prekarität, Selbstausbeutung und Überbelastung.



Als Montage zwischen Tanz, Musik und Sprache versammelt Service & Gefühl Arbeits- und Alltagswirklichkeiten, die durch ein mehr oder weniger erfolgreiches Gefühlsmanagement geprägt sind und in denen die eigene Empfindsamkeit in einem Dienstleistungszusammenhang steht.



 



ARTMANN&DUVOISIN



Als Duo, Ensemble und in Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Medien entwickeln Artmann&Duvoisin seit 2015 Stücke, Installationen und Publikationen auf Basis von Tanz, Text und Malerei. Sie richten ihren Blick auf Strukturen, gegenüber denen Sie sich zunächst ohnmächtig fühlen - sei es die Kleinfamilie, Wohnverhältnisse in ihrem Viertel, ihre Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die Menschen ihr Recht auf Asyl verweigert oder ihre Kompliz*innenschaft mit neoliberalen Strukturen - und entwickeln davon ausgehend Übungen für andere Verhältnisse. Sie verstehen ihre Praxis als dokumentarisch in einer Zusammenschau von Alltagserfahrung mit körperlich und medial erlebtem Zeitgeschehen, die sie in einer Überlagerung von Text, Stimme und Bewegung bearbeiten. Im Ensemble Artmann&Duvoisin arbeiten die Tänzer*innen Diana Treder, Ophelia Young, Anne-Lene Nöldner, Samuel Duvoisin und Elsa Artmann mit der Videokünstlerin Ale Bachlechner, der Grafikerin Ondine Pannet sowie mit der Musikerin Annie Bloch zusammen.



 



Relaxed Performance



Diese Aufführung findet als Relaxed Performance statt. Relaxed Performances richten sich an alle, die sich in einer entspannten und sensorisch entspannten Atmosphäre wohler fühlen. Das Licht im Zuschauerraum ist eingeschaltet, um völlige Dunkelheit zu vermeiden. Außerdem wird ein Gehörschutz bereitgestellt, falls es zu laut werden sollte. Wer möchte, kann während der Vorstellung kommen und gehen. Stille ist nicht vorgeschrieben. Wenn Sie eine Pause brauchen, können Sie sich ins Foyer zurückziehen. Alle Tics sind willkommen.



 



TEAM



Konzept Elsa Artmann + Samuel Duvoisin



Choreographie + Tanz Diana Treder, Anne-Lene Nöldner, Elsa Artmann



Komposition + Musik Annie Bloch



Outside Eye Samuel Duvoisin, Valerie Wehrens, Lili M. Rampre



Kostüm Noemi Baumblatt + Elsa Artmann



Grafik Ondine Pannet



Foto Arne Schmitt



Licht Luise Roßbach



Ton Thomas Meckel



Videodokumentation und Trailer Cecilia Gläsker



Pressearbeit neurohr & andrä



Mentoring Relaxed Performance Roisin Keßler (Un-Label)



Produktionsleitung Samuel Duvoisin



Produktionsassistenz Caroline Simmler



 



Eine Produktion von Artmann&Duvoisin, koproduziert durch das tanzhaus nrw



Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Kunststiftung NRW



Unterstützt durch die KunstSalon-Stiftung und die Tanzresidenz 2023 im Quartier am Hafen

Location

TanzFaktur Siegburger Straße 233w 50679 Köln

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