FOTO: © Niccolò Masini

Ausstellung: Islands of Time von Niccolò Masini – Eröffnung mit Pole, JakoJako & Rubén Nsue, Sunroof, Nicolas Bougaïeff

Das sagt der/die Veranstalter:in:

silent green & Miller-Zillmer Foundation präsentieren

Die 2019 gegründete Miller-Zillmer-Stiftung initiiert und fördert internationale Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und Bildung. Durch akustische, visuelle und audiovisuelle Formate vernetzt sie Künstler*innen, Kulturschaffende und sozial engagierte Menschen. Im Zentrum stehen die Verbindung künstlerischer Praxis mit soziokulturellen Bedürfnissen sowie die Förderung von Bildung und kulturellem Austausch. Geprägt von Daniel Millers lebenslanger Musikexpertise und Diáne Zillmers Erfahrung im Kunst- und Bildungsbereich schafft die Stiftung Plattformen für kreatives Arbeiten, Lernen und gesellschaftlichen Dialog.


Ausstellung: Islands of Time von Niccolò Masini
Entstanden aus einer gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen der Miller-Zillmer Foundation und silent green, umfasst Islands of Time von Niccolò Masini ein zusammenhängendes Werkensemble, das im Rahmen des Programms Vision into the Future der Miller-Zillmer Foundation (2019–2022) entstanden ist. Zwischen Territorien, Gemeinschaften und Perspektiven angesiedelt, untersucht Islands of Time die Beziehungen zwischen der Herausbildung immaterieller Zugehörigkeitsgefühle und der Konstruktion geografischer Identität. In dem Versuch, lineare Zeitvorstellungen zu überwinden, nähert sich die Ausstellung Themen wie Erinnerung und Bewegung, indem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als eng miteinander verflochten innerhalb eines globalen geopolitischen Kontexts verstanden werden.

Zwischen der Westsahara, der italienisch-französischen Grenzregion Ventimiglia/Menton, Argentinien und dem Äolischen Archipel wechselnd, entstehen die ausgestellten Arbeiten im Zusammenspiel unterschiedlicher Ausdruckssprachen. Dabei werfen sie Fragen nach individuellen und kollektiven Reaktionen auf die komplexen Realitäten verschiedener Formen geografischer Zugehörigkeit auf. In diesem Sinne schlägt Islands of Time räumliche Untersuchungen und analytische Diskurse vor, die über bloße territoriale Bezüge hinausgehen und die beweglichen Grenzen nachzeichnen, welche die Zustände „vorgestellter“ Deterritorialisierungsprozesse durch verschiedene Formen schriftlichen und mündlichen Wissens festigen.

Niccolò Masini
Niccolò Masini ist Künstler, Forscher und Doktorand im Bereich New Media and Critical–Curatorial Practices of Contemporary Creation an der Albertina Academy of Fine Arts in Turin. Seine Praxis untersucht die Hinterlassenschaften, die in der Politik von Zeit, Raum und Erinnerung eingeschrieben sind, und beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die zwischen räumlichen Modalitäten und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen entstehen. Seine Arbeiten und Forschungen wurden international ausgestellt, unter anderem in der Boghossian Foundation in Brüssel, im Museum of Contemporary Art of the Republic of Srpska (MSURS), im Museum of Contemporary Art (MoCA-Skopje), im Watermill Center in New York City sowie im Bali Purnati Center for the Arts in Indonesien.
 


Am 6. August feiern wir die offizielle Eröffnung von Islands of Time in den Ateliers. Begleitend treten die nachfolgenden Künstler*innen in der Kuppelhalle auf. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei; Tickets für die Konzerte sind über den nachfolgenden Ticket-Link erhältlich. Islands of Time ist anschließend bis zum 16. August zu sehen.
 

Pole
Seit den 90er-Jahren wandelt der Berliner Produzent und Mastering-Wizard Stefan Betke alias Pole auf den Spuren von Minimal Techno, Ambient und Dub. Seine jüngsten Veröffentlichungen klingen zugleich konzentriert und offen, tief im Bass verankert und doch von bemerkenswerter Leichtigkeit. Dub ist hier kein Genre mehr, sondern eine Denkweise: Echo als Erinnerung, Raum als Instrument, Stille als heimlicher Co-Produzent. Zuletzt erschienen von ihm Remixes seines jüngsten Albums Tempus mit Beiträgen von Sleaford Mods, Alessandro Cortini und Rrose.

JakoJako & Rubén Nsue
Die Berliner Modularsynthesizer-Spezialistin, Produzentin und DJ Sibel Koçer alias JakoJako widmet sich der Erforschung der Räume, die sich zwischen der technischen und der emotionalen Seite elektronischer Musik auftun, und pflegt dabei eine Beziehung zum Klang, die sowohl fundiertes Wissen als auch Improvisation und Intuition einbezieht. Zuletzt veröffentlichte sie eine Reihe von Remixes ihres jüngsten Albums Tết 41

Aktuell tritt sie exklusiv mit Rubén Nsue Mbese auf. Der in Madrid geborene Tänzer begann seine Tanzkarriere in seiner Heimatstadt, wo er Jazz- und Modern Dance studierte. Er vertiefte seine künstlerische Ausbildung in Barcelona, London und New York, wo er seine Fähigkeiten in den Bereichen Tanztheater, zeitgenössischer Tanz und Hip-Hop verfeinerte. Nsue trat in mehreren Musicals auf, darunter in namhaften Produktionen wie Hair und The Wedding Singer.

Sunroof
Von Mute-Gründer Daniel Miller und Produzent Gareth Jones ursprünglich als Remix-Projekt gegründet, haben Sunroof in den letzten Jahr drei Alben freier Improvisationen auf Basis ihrer gemeinsamen Liebe für Eurorack-Modularsynthesizer veröffentlicht. Auf Platte wie bei ihren seltenen Live-Performances (zuletzt im Vorprogramm von Yann Tiersen) gilt das Dogma, dass nichts im Voraus geplant oder geprobt werden darf und jedes Stück mit maximal 2x2 Kanälen ohne Overdubs live gespielt bzw. aufgenommen werden muss.

Nicolas Bougaïeff
Der Frankokanadier Nicolas „Dr. Techno“ Bougaïeff zelebriert seit Langem jene seltene Sorte elektronischer Musik, die zugleich nach Zukunft klingt und die Gegenwart in ihren Asymmetrien und komplexen Strukturen vermisst. Auf seinen jüngeren Veröffentlichungen hat Bougaïeff den Club nicht etwa verlassen, sondern ihn präziser vermessen: als Denkraum, als Druckkammer, als Ort kontrollierter Ekstase. Wo andere noch „Atmosphäre“ sagen, arbeitet er längst an Architektur. Zuletzt erschienen u. a. Stücke wie Sunday Morning at Panorama Bar When Things Go Sidewaysoder Summer Beach Bar Where Jodie Foster Goes in the Movie Contact.

 

Donnerstag, 6. August
Beginn/Eröffnung der Ausstellung: 18 Uhr, silent green Ateliers 2+3, Eintritt frei
Musik & Performance: 19:15 Uhr, silent green Kuppelhalle, Tickets
 

*Der Nettoerlös der Veranstaltung unterstützt die Projekte der Stiftung

Location

silent green
silent green Gerichtstr. 35 13347 Berlin

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