Wo die Grenzen zwischen Kunst und Design, zwischen dem »freien« und dem «angewandten« Schaffen verlaufen, wird im öffentlichen Diskurs immer wieder neu verhandelt. Andrea van Reimersdahl interessiert diese Frage nicht unmittelbar. Da sie in beiden Welten zu Hause ist – sie hat sowohl Design als auch Malerei studiert und über zehn Jahre selbst Mode entworfen – überschreitet sie die Grenzen ohne Scheu.
Andrea van Reimersdahls Werke sind Serigrafien, das heißt sie entstehen im freihändigen Siebdruckverfahren. Ausgehend von der Silhouette ihres Körpers entwickelt sie dabei abstrakte, anthropomorphe Formen, die auf digitalem Wege zu Druckvorlagen werden.
So auch in ihrer Ausstellung »Paperdolls«, die ausschließlich aus textilen Arbeiten besteht. Dabei lotet sie die Lebendigkeit und Leichtigkeit des textilen Materials aus, inszeniert die Textilien aus verschiedenen Blickwinkeln und lädt dazu ein, sich den Stoff als tragbare Kunst vorzustellen.
Die Ausstellung »PAPERDOLLS« läuft bis einschließlich 2. November und kann wochentags mit einer kurzen Voranmeldung an info@ge59.space besucht werden.