FOTO: © Veranstalter
Baha und die wilden 70er — Ein Musical über den Ford-Streik 1973 von Nedim Hazar | Sanat Ensemble
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Dieses Musical erzählt eine Geschichte, die lange ungehört blieb – die Geschichte einer Gastarbeiter-Generation, die Deutschland mitaufbaute, aber im Schatten stand. Nun gibt das Kölner Sanat Ensemble ihr eine Stimme und bringt den Ford-Streik von 1973 auf die Bühne: Rund 22 Mitwirkende – Schauspieler:innen, Musiker:innen, Zeitzeug:innen und ein Frauenchor – erzählen diese Geschichte und lassen das Leben türkischer Arbeiter:innen jener Zeit lebendig werden.
Deutschland, Anfang der 70er Jahre: in der Industrie arbeiten hunderttausende Gastarbeiter für Niedriglöhne – bis ein „wilder Türkenstreik“ die Republik erschüttert und an über 300 Orten die Arbeit niedergelegt wird. Der Streik in Köln war der größte: Im August 1973 besetzen rund 10.000 überwiegend türkische Beschäftigte das Fordwerk, fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit und wehren sich gegen anstehende Massenentlassungen. Während Funk und Fernsehen mit Schlagzeilen wie „Übernehmen Gastarbeiter die Macht?“ provozieren, musizieren, singen und tanzen die Streikenden im Werk. Der Kampf scheiterte, doch Streiksprecher Baha Targün wurde in der türkischen Community zur Legende.
Das Stück verwebt persönliche Geschichten mit historischen Fakten. Es erzählt vom Traum von einem besseren Leben, von der Sehnsucht nach der verlassenen Heimat und vom langen Kampf um Anerkennung.
Presse und Publikum jubeln über diese mitreißende Zeitreise, untermalt von eigens für das Musical komponierten Songs, darunter das Titelstück von Eko Fresh: „Eine Mark mehr für alle!“ Dazu erklingen Klänge der wilden Siebziger: Lieder von Janis Joplin, David Bowie und Hannes Wader sowie „jugoslawische” und anatolische Volksweisen, die live von einer Rockband inklusive zwei Celli und Baglama gespielt werden.
Text: Nedim Hazar und Gün Tank // Musik: Nedim Hazar und Klaus Mages // Regie: Tony Dunham // Abendspielleitung: Arthur Schopa // Schauspiel & Gesang: Aydın Işık, Zeynep Topal, Barış Ar, Mirjam Radovic, Richard Hucke, Serdar Altan, Nedim Hazar // Musik: Beate-Wolff (Cello), Cosimo Erario (Gitarre, Bass), Johanna Stein (Cello) Jürgen Dahmen (Keyboards), Umut Piera (Baglama, Cura, Bass), Klaus Mages (Schlagzeug und musikalische Leitung) // Zeitzeug:innen: Peter Bach, Seyfo Kurt, Mischi Steinbrück // Chor: Gülay Batak, Pınar Karausta, Sevinç Ceviz, Sultan Tarhan, Zübeyde Arslan
Dauer 130 Minuten inkl. Pause, wir empfehlen ab 14 Jahren
Preisinformation:
25,— / erm.: 20,— / Gewerkschaftsmitglieder mit Nachweis: 15,— €
Location
Vielleicht gefällt dir auch das?
Noch mehr Events dieser Location-Page