FOTO: © David Baltzer

Begegnungscafé: willkommensKULTUR

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Am 30. Juni präsentiert „Vitsche Culture“ in Zusammenarbeit mit „willkommensKULTUR“ und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zehn Projekte von zeitgenössischen ukrainischen Künstler:innen aus den Bereichen Musik und audiovisuelle Kunst, die in Berlin Zuflucht gefunden haben. Dieser Showcase ist das Ergebnis des sechswöchigen Projektes Ukrainian Culture Station – einem vorübergehenden kreativen Zentrum und zugleich einen sicheren Ortes für Künstler:innen im Exil, die jene beispiellose Erfahrung der russischen Invasion in der Ukraine teilen.

Hierbei handelt es sich um die erste Veranstaltung einer Reihe von Showcases, die sich der Musik und der audiovisuellen Kunst widmen. Das Hauptziel der Veranstaltungsreihe ist es, ein Zuhause für die Kunst im Exil zu finden, die Stimmen der ukrainischen zeitgenössischen Musiker:innen und audiovisuellen Künstler:innen zu fördern sowie zu stärken und ein Publikum zu finden, das sich an ihnen erfreut.

Verheerende Bombenangriffe auf zivile Viertel, Kindergärten und Schwangerenstationen, die Besetzung ganzer Städte und die Zwangsdeportation der ukrainischen Bevölkerung sind nicht das einzige Ziel der feindlichen, zerstörerischen Macht. Gezielte Bombardierungen ukrainischer Kultureinrichtungen, ethnographischer Museen, Kunst- und Geschichtsarchive, Theater und sogar einzigartiger Gotteshäuser zielen darauf ab, alles Ukrainische zu zerstören, sowohl das kulturelle Erbe als auch die moderne Kunst.

Vitsche Culture, eine Gemeinschaft junger ukrainischer Kulturschaffender in Berlin, arbeitet in Zusammenarbeit mit willkommensKultur daran, eine starke Verbindung zwischen den Künstlergemeinschaften vor Ort und den vorübergehend vertriebenen Künstlern herzustellen, sie zu unterstützen und der modernen ukrainischen Kunst dabei zu helfen, nachhaltige Lösungen zu finden, um sich in Zeiten des Krieges zu erhalten und weiterzuentwickeln.

PROGRAMM

Iris Forest #Musik #Klavier #GesangIris Forest ist der Künstler:innenname von Irene Dmytruk – Musikerin, Sängerin und Live-Performerin aus Kharkiv, Ukraine. Ihr Stil mag streng und minimalistisch erscheinen und ist dennoch spielerisch in Bezug auf rhythmische inkongruente Erzählungen, mit abstrakten Texten, die viel Raum für Reflexion und ambivalente Stimmungen lassen. Dieser lässt sich als Dark Pop, Dark Soul bezeichnen. In jedem Fall ist es eine faszinierende Spielart von experimentellem Pop-Minimalismus.

Maria Kebu #Musik #vocal #FolkKEBU hält einzigartige Menschen für das größte Gut, weshalb sie ihre Musik meist in Zusammenarbeit mit anderen Musiker:innen und Produzent:innen kreiert. Dank der kollektiven Kreativität in einer offenen Atmosphäre werden verschiedene Sounds und Genres, auf der Suche nach neuen Kombinationen gemischt.

Zukor #live #funk #jazz #fusion #novocEin Projekt von den ukrainischen Musiker:innen Alexandra (E-Gitarre), Eugeniy (Schlagzeug), Erika (Bass) und Akim (Keyboard). Die Band kombiniert Jazz, Hip-Hop und Fusion. Sie haben sich im März diesen Jahres in Berlin kennengelernt und angefangen gemeinsam Musik zu machen.

muri kuri #djset #gesang #dnb #hiphopFemale Dj von Hostomel’ hat einen Mix mit Elementen aus Hip-Hop, Jungle, Speedcore und Breakcore zusammengestellt. Der Mix enthält nicht nur ihre eigenen Tracks, sondern auch die von jungen Musiker:innen aus der Ukraine. Einige der Tracks werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert.

Odarka #elektronisch #Piano #GesangEine in Kiew ansässige und in Minsk geborene Elektronikmusikerin, Pianistin und Sängerin. Die Musik, die sie macht, kann als elektronisch bezeichnet werden und bewegt sich zwischen den akademischen/jazzbeeinflussten Klängen des akustischen Klaviers, elektronischen Rhythmen, Synthesizer-Verflechtungen und zartem Gesang.

Das Wortspiel #melodeclamation #music #sounddesignDas Wortspiel ist ein Musikprojekt, das melorhythmische Deklamation, Sounddesign und Musik verbindet. All dies wird die Zuhörer:innen atmosphärisch in die Gefühlslage der Ukrainer:innen versetzen – derjenigen in der Ukraine und derjenigen in Deutschland.

Azis Manukyan #audio-visuelle #PerformanceDer Krieg ist näher als du denkst ... ist eine audio-visuelle Performance, die darauf abzielt, mit dem Erwerb von Gefühlen der Angst, in Zusammenhang mit Krieg und den Folgen für die Menschen, verborgene Emotionen zu erreichen. Der Zweck der Performance ist es, Gefühle schmerzhafter Empathie in der Menschheit hervorzurufen und über das Gefühl der Entfremdung von anderen Völkern hinauszugehen, die in dieser schwierigen Zeit Aufmerksamkeit brauchen.

Verbateam #audio-visuell #performance #multidisziplinär #immersivVerbaTeam ist eine audio-visuelle multidisziplinäre Performance mit immersiven Elementen.Die Hauptidee der Performance ist es, eine Erzählung zu schaffen, die aus musikalischen und visuellen Bildern, Emotionen, Zeiten, Farben und verbalen Inhalten besteht. Hierbei wird eine moderne, experimentelle Musikszene mit dem analogen Klang von Musikinstrumenten eines Ensembles von Musiker:innen kombiniert, die den notwendigen musikalischen Ausdruck schafft, während die Erzähler:innen weiße Gedichte lesen, die aus realen Geschichten und Empfindungen von Musiker:innen dieses skrupellosen Krieges bestehen.

Fuck war let’s raveFuck war let’s rave begann als ein Projekt, das sich auf die Underground-Raves konzentrierte, die als Läuterung des Traumas der Invasion von 2014 entstanden, und wurde zu einem Liebesbrief an die Jugend des Donbass, die darum kämpft, ihren zerstörten Gemeinden wieder Hoffnung zu geben. In diesem Stadium der Entwicklung können die Zuschauer:innen folgendes erleben:– Die Erkundung der Welt in Sloviansk, die Besichtigung der zerstörten Strukturen aus der Kindheit der Jugendlichen und den Rave, der sich dazwischen entwickelt.– Virtuelle Galerie der Begegnungen mit Jugendlichen aus dem Donbass und ihren Geschichten aus ihren Regionen.

Location

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Rosa-Luxemburg-Platz,n
10178 Berlin

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