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BELLS ECHO IIIIINTERIIIIM - Ellen Arkbro & Lukas De Clerck - 15.05.2026 - Evangelisch Reformierte Kirche zu Leipzig

Das sagt der/die Veranstalter:in:

BELLS ECHO ist seit über 10 Jahren ein fester Bestandteil der experimentellen Musikszene Leipzigs und bekannt dafür, Raum, Sound und visuelle Elemente einmalig zu verschmelzen. Am Anfang war die Idee experimentelle Musik lokaler Künstlerinnen und Künstler, die sonst nur kleine Nischen erreicht, in große Räume zu bringen. Bald führte der Tatendrang der BELLS ECHO Gruppe dazu, dass sie eigene Kompositionen, wie etwa 2015-2019 mit einem Chor erarbeiteten und umsetzten. Dazu kam die Sehnsucht, namhafte Künstlerinnen und Künstler, die vielleicht nie in Leipzig auftreten würden, in die besonderen Spielstätten der Stadt einzuladen – so auch für das kommende Konzert:

Am 15. Mai 2026 spielen Ellen Arkbro und Lukas De Clerck mit statischen Klängen und bewegender Selbstbeobachtung im minimalistischen, warmweißen Innenraum der Evangelisch Reformierten Kirche zu Leipzig.

Wandel in der Beständigkeit

"Ein dröhnender Raum, ein vibrierender Körper bei Akteuren und Rezipienten, Schweißausbrüche, hervortretende Adern, unendliche Langsamkeit. Der Name dieser Musik war Dream Music." Schreibt Diedrich Diederichsen (zitiert aus dem 2008 erschienenen Band: Kritik des Auges. Texte zur Kunst) zur Genese des Minimalismus. Diese Beschreibung geht wesentlich auf das Selbstverständnis der prägenden, amerikanischen Musikgruppe Theatre of Eternal Music bzw. The Dream Syndicate aus den 1960er Jahren zurück. Zu jener gehörten Künstlerinnen und Künstler wie La Monte Young, Marian Zazeela, John Cale (The Velvet Underground), Tony Conrad und Terry Riley. Bei den ersten beiden nahm die Komponistin, Musikerin und Soundkünstlerin Ellen Arkbro Unterricht, um sich mit deren Impulse vertraut zu machen und ganz eigenwillig weiterzudenken. Arkbros reduzierte, statische Klänge öffnen eine unheimliche Weite je länger man ihnen lauscht. Schwelgerische Texturen ändern sich mit zurückhaltenden Bewegungen, die sich bisweilen in Reibungen entladen. Vereinnahmend, stimmungsvoll und traumhaft sind Arkbros Klangexperimente. So etwa auch ihre jüngste Veröffentlichung "Nightclouds" (2025), bei der sie sich einerseits von geistlicher Musik inspirieren ließ, und andererseits mit dem kraftvollen Instrument, der Orgel, ganz feine Hörerfahrungen schafft. Obgleich auch ihr Konzert ein vergängliches Erlebnis, entzieht es sich, durch den tiefgreifenden Eindruck den ihre Musik hinterlässt, aller Flüchtigkeit.

Bevor uns Ellen Arkbro in ihren Bann zieht, führt uns Lukas De Clerck in die Klangwelten des Aulos ein: Das antike griechische Rohrblattinstrument gibt es seit über einem Jahrtausend nicht mehr – zumindest, bis sich der belgische Musiker und Klangkünstler der Nachbildung dieses Instruments widmete. Mit seinem ganz gegenwärtigen Wissen und seiner Lust am Experimentieren schafft er eine Musik, die es so noch nie gab. Mal entlockt er dem Aulos ein mystisches, dunkles Dröhnen, das sich mit zunehmender Dauer zu einem Ozean aus Sound verdichtet. Allmählich lichtet sich die Melodie, die Pfeiftöne überlagern sich, reiben aneinander, was so sehr betört, dass man fast Stimmen herauszuhören vermag. Dort knüpft De Clerck an und baut mit folkloristisch anmutenden Melodien Klangwelten von ungeahnter Größe. Einen Eindruck davon vermittelt das Album "The Telescopic Aulos of Atlas", das 2024 auf Stephen O'Malleys Label Ideologic Organ erschien.

Zudem wird eigens für den Abend ein Raumkonzept entwickelt, mit denen sich die Eindrücke von Licht, Klang und Kirchenarchitektur ineinander auflösen.

Präsentiert von Bytefm, Frohfroh und Gangart.

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Musikfonds und der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung.

Preisinformation:

plus Gebühren

Location

Evangelisch Reformierte Kirche zu Leipzig Tröndlinring 7 04105 Leipzig

Organizer

Team - Bells Echo e.V. Leipzig

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