Die Millionen ukrainischer Geflüchteter 2022 erinnern viele Deutsche an ihre eigenen Familien und deren Vertreibung. Aber was hilft es, die eigene Geschichte zu betrauern, wenn wir sie nicht mit den Ereignissen der Gegenwart und den Handlungsspielräumen der Zukunft in Verbindung bringen?
Mutter**Land will keine Opfergeschichte erzählen, sondern geht auf die Suche nach einem utopischen Heimatbegriff.
Und natürlich werden auch auch viele großartige neue Songs von Bernadette LaHengst und ihrer Tochter Ella Mae zu hören sein.
Nach vier ausverkauften Vorstellungen im Sommer 2021 und einem erfolgreichen Gastspiel kommt Mutter**Land zurück nach Berlin.
Bernadette La Hengst: Mutter**Land
Eine Revue Passé über familiäre und gesellschaftliche Fliehkräfte
Format: Spaziergang in Stationen (Musik, Performance, Film)
von und mit
Bernadette La Hengst, Ella Mae Hengst, Carolin Hochleichter, Stephanie von Beauvais, Jelka Plate, Eike Böttcher, Sophie Krause
Die Theaterschaffende Songschreiberin Bernadette La Hengst begibt sich gemeinsam mit ihrer 17-jährigen Tochter und dem Publikum auf eine musikalische Zeitreise zu den Lebensstationen ihrer Mutter zwischen Schlesien, der DDR, dem Libanon und der BRD. La Hengst greift für dieses Projekt auf ihre Recherchen und Auseinandersetzungen der letzten Jahre zurück, in denen sie sich auf Spurensuche ihrer Mutter begab. Als Kind war diese zweimal auf der Flucht, von Schlesien über die DDR bis nach NRW.
In den 60ern lebte sie eine Zeit lang im Libanon und in Syrien. Mutter**Land schlägt den Bogen zum aktuellen Umgang mit Flucht und Vertreibung: Inszenierte Dialoge und Gesangsduette zwischen Bühne und Film, zwischen Mutter und Tochter, mit dem Publikum vollzogene Rituale - und La Hengsts Songs changieren vom Mikro- zum Makro-Kosmos einer Gesellschaft, in der Migration eine kulturelle Grundlage ist.