Im atmosphärischen Geranienhaus von Schloss Nymphenburg treffen drei künstlerische Positionen aufeinander, die sich mit dem Fortgehen, dem An- und Wiederkommen, Erinnerung und Veränderung auseinandersetzen. Dominika Egerer, Karin Fröhlich und Margret Kube zeigen Malerei, Zeichnung, Objekte und Installationen – und eröffnen einen vielstimmigen Dialog über persönliche wie gesellschaftliche Transformationsprozesse.
In Zeiten globaler Krisen, politischer Umbrüche und ökologischer Herausforderungen rücken die Künstlerinnen Fragen nach Aufbruch, Herkunft und Verortung in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Ihre individuellen Biografien – geprägt von Migrationserfahrungen, kulturellen Prägungen und künstlerischer Selbstverortung seit den 1980er-Jahren – fließen in vielschichtige Werke ein, die emotionale, poetische und gesellschaftliche Ebenen verbinden.
Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen inneren und äußeren Landschaften. Sie erinnert ganz bewußt an einen Film, der in den 1960er-Jahren u.a. im Park von Nymphenburg gedreht wurde „Letztes Jahr in Marienbad“ von Alain Resnais. Wie dort verweben sich auch in der Ausstellung Zeit und Raum zu einer ästhetischen Reflexion über Erinnerung und Identität.