FOTO: © Ute Vauk-Ogawa

Biografien, Brechungen, Begegnungen 2. Gruppenausstellung im Jahresprogramm "Überraschende Einblicke. 90 Jahre GEDOK Berlin"

Ausstellung Kunst Literatur

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Biografien, Brechungen und Begegnungen,

Gruppenausstellung der GEDOK Berlin 02.9.-16.10.2022

In ihrem Jubiläumsjahr wagt die GEDOK Berlin ein ungewöhnliches Ausstellungsexperiment.

Aktuelle Gedok-Künstlerinnen setzen sich in Beziehung zu ihren älteren Kolleginnen und deren Werk. Die vielfach bereits in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen, Literatinnen und Musikerinnen der älteren Generation der GEDOK, erscheinen so in neuem Licht und werden von ihren zeitgenössischen Künstlerkolleginnen mit einer eigenen Arbeit interpretiert. So entsteht ein künstlerischer Dialog zwischen den unterschiedlichen Generationen von GEDOK-Künstlerinnen, dessen Ergebnis im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Biographien, Brechungen und Begegnungen“ zu sehen ist. Die erste Ausstellung bildete im Frühjahr den Auftakt des Projektes und wird nun im Herbst mit einer zweiten Ausstellung abgerundet, die vom 02.09. -16.19.2022 in der GEDOK-Galerie gezeigt wird.  

Die Berliner Literatin Jenny Schon setzte sich mit Gisela Breitlings autobiographischer Suche nach Frauen in der Kunstgeschichte auseinander, die sie als einsame Wanderung interpretiert. Karin Dammers nimmt in ihren Kunstobjekten die Sprache der Schriftstellerin Elke Erb (*1938) auf. Anne Dreiss bezieht sich mit ihren Linolschnitten auf die graphischen Arbeiten von Gerda Rotermund (1902-1982) und Petra Lehnardt-Olm reizt am Werk Lizzie Hosaeus (1910-1998) deren Umgang mit dem Thema der Vergänglichkeit. 

Die Musikerin Adelheid Krause-Pichler begegnet der Komponistin Alice Samter (1908-2004) und die Plastikerin Ute Vauk-Ogawa greift in ihren Arbeiten die Materialität der Textilkunst von Annelise Konrat-Stalschuss (*1926) auf. Hyune-He Fischer inspiriert die Kalligrafie Nham-Hee Völkel-Songs (*1945) und Juliane von Arnim fühlt sich der Malweise von Margot Trierweiler (*1930)) verbunden. Ein experimentelles Werk unternimmt die Medienkünstlerin und Tänzerin Marion Luise Buchmann. Sie wird die Sprache von Annegret Gollin (*1956) in eine rhythmische Tanzkomposition übersetzen. Linda Scheckel befasst sich mit dem Werk ihrer Freundin und Malerin Christine Kühn (1953-2011).

Die 90-Jährige Phase des langjähren Bestehens der GEDOK in Berlin ist durch gesellschaftliche Brüche und entbehrungsreiche Zeiten geprägt. Naziherrschaft, Krieg, Nachkriegszeit im geteilten Berlin - all dies beeinflusste die Lebenswege der vielen unterschiedlichen Künstlerinnen, die sich in der GEDOK organisierten. Trotz teils widriger Umstände wollten sie eine Gemeinschaft schaffen, in der sie sich gegenseitig stärken und die Wahrnehmung ihrer Kunst fördern konnten. Was können wir aus den Biografien diese Künstlerinnen lernen, wo zeigen sich Wege auf, die sich mit unseren heutigen Wegen kreuzen? Diese und andere spannende Fragen beantwortet das Ausstellungsprojekt und die Lesungen von Adelheid Krause Pichler und Jenny Schon.

Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag von 14.00 - 18.00 Uhr

GEDOK Berlin



Suarezstraße 57

14057 Berlin



T. 030. 441 39 05

info@GEDOK-berlin.de

 

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Berlin!

Weitere Tipps für Berlin