Nach einer Zwangsräumung bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Er blickt auf die Biographie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar,zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg, die frühe Angst,verrückt zu werden, und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patient*innen lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. »Sich ein Buch sprichwörtlich von der Seele zu schreiben, das trifft bei seinem Roman vielleicht noch mehr zu als bei anderen Schriftstellern« (Berliner Morgenpost).
Leon Engler (*1989 in Osterzell) ist als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben tätig. Er wuchs in München auf und studierte Theater-,Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen im Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus, Berliner Platz 1, 35390 Gießen) statt. Moderiert wird die Lesung von Diana Hitzke. Der Eintritt beträgt 10 €, ermäßigt 8 € und ist für LZG-Mitglieder frei. Der Zugang ist rollstuhlgerecht.
Preisinformation:
10 € | erm. 6 € | LZG-Mitglieder frei
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