Vom althochdeutschen „gougalon“ leitet sich u.a. das Wort „gaukeln“ ab: In ihrem gleichnamigen Ensemblewerk komponiert Unsuk Chin mit zeitgenössischen musikalischen Mitteln sechs „Szenen aus einem Straßentheater“, die vom Nebeneinander hypermoderner Urbanität und geschichtsträchtiger, verwinkelter Wohnviertel während ihrer Kindheit im Seoul der 1960er Jahre inspiriert sind. Matthias Pintscher und das Boulez Ensemble kombinieren Chins „imaginäre Volksmusik“ mit Arnold Schönbergs Begleitmusik zu einer ebenso imaginierten „Lichtspielszene“ und den suggestiven Polyrhythmen in György Ligetis Klavierkonzert. Solistin ist die junge Pianistin Julia Hamos, Absolventin der Barenboim-Said Akademie. Zum Auftakt des Programms erklingt Mozarts c-moll-Serenade.