Die Welt verändert sich, die Musikbranche steht an einem Wendepunkt. Die Stimme von starken Künstlerinnen wird lauter und bunter, weibliche Musikschaffende werden gehört und sie haben verdammt viel zu sagen. BOWIE ist eine von ihnen. Sie ist Indie-Künstlerin durch und durch, macht Popmusik seit sie denken kann. Da ist es nicht verwunderlich, dass die VOUGE Germany sie, zusammen mit Nina Chuba und Esther Graf, zu einer der sechs vielversprechendsten weiblichen Nachwuchskünstlerinnen 2023 zählt.
Als Tochter einer Chanson-Sängerin und eines Jazz-Pianisten verschiebt BOWIE mit ihrer Musik die Horizonte der Popmusik und leuchtet weit hinter die Tellerränder der 4-Chord Songs. So verflechten sich komplexe Melodien, bildgewaltige Lyrics und ungewöhnliche Akkorde auch mit Trap-Hi-Hats, 808-Basslines, Brass-Stabs und Synthie-Welten zu einem spannenden Genre-Mix aus Pop, Indie und allem, was man in den heutigen Mainstream- Radios vermisst.
BOWIE macht was sie will, konzipiert und schneidet ihre Musik-Videos selbst, gestaltet ihr eigenes Artwork, lässt ihre Songs so poetisch, komplex und verschachtelt, wie sie eben aus ihr rauskommen. Wer nach Referenzen sucht, wird beim Songwriting vielleicht bei Regina Spektor und Ashe fündig. Beim Sound ihrer Instrumentals, die sie zusammen mit Producer Artist NAKED CAT schraubt, könnte man Feist, London Gramma, Ashe, oder Noga Erez assoziieren, aber bei der Frage, „klingt wie?“ muss man eine neue Schublade aufmachen.
Mit ihrer Debut-EP „The Upside Down“ markierte BOWIE den Startschuss für eine ganze Reihe von Songs, die zu großen Teilen in Los Angeles entstanden sind. „The Upside Down“ ist der erste Teil eines Konzept-Albums, das im Frühjahr 2024 erscheinen wird und wie Ying und Yang aus Licht und Schatten besteht.
BOWIE’s Songs sind entwaffnend ehrlich, alles Geschichten aus dem eigenen Leben, nichts beschönigt, nichts ausgespart oder hinzugedichtet, alles selbst erlebt, sie singt ohne Blatt vor dem Mund.