Mit nur ein paar Songs macht Apollo Online klar, was der Plan ist: gute Gitarren, Mitsing-
Hooks, mitreißende Kompositionen und aus der One-Man-Show des
Multiinstrumentalisten eine brutale Band formen. Der Nordamerika-Deutsche wächst
zwischen Beatles und Beethoven auf, bildet sich musikalisch mit Coldplay und Stevie
Wonder selbst. Dass er dabei die deutsche Sprache wieder lässig macht, von den
Krämpfen und Verkantungen befreit, ist dabei fast logisch. Apollo Online tut das mit einer
Selbstverständlichkeit, die an Bilderbuch oder Wanda erinnert und hat trotz der
ansteckenden Unbekümmertheit in seiner Sprache eine packende Tiefe in den Songs. So
spricht er über die Verluste und Siege, über die große Liebe und noch größere Zweifel.
Um es mit seinen Worten zu sagen: „Keiner weiß so wirklich Bescheid/Let's go for a ride“.