CHAOS - die Ausstellung
Sieben Positionen zeitgenössischer Malerei
SALON - DIE MALBUDE, Düsseldorf
8. bis 10. Mai 2026
Chaos ist kein Versagen der Ordnung. Chaos ist ein Zustand. Ein Ausgangspunkt. Eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Sieben Künstlerinnen und Künstler – Andrea Bock, Henrik Drescher, Tobias Hauck, Benjamin-Novalis Hofmann, Leander Kresse, Gordan Nikolic und Sven Vieweg – zeigen im SALON - DIE MALBUDE aktuelle Arbeiten, die in ihrer Unterschiedlichkeit kaum gegensätzlicher sein könnten. Und doch verbindet sie etwas: der Mut, im Unfertigen, im Widersprüchlichen, im Rohen künstlerische Wahrheit zu suchen.
Andrea Bock malt das Lebendige – Mensch, Tier, Natur – mit einer Direktheit, die keine Distanz erlaubt. Henrik Drescher schreibt in seinen Arbeiten Sätze, die wehtun: lakonisch, verletzlich, ohne Netz. Tobias Hauck bekennt sich zur Farbe als eigenem Kosmos – schnell und wild auf den ersten Blick, berechnet und präzise auf den zweiten. Benjamin-Novalis Hofmann baut Bilder, die den Zeitgeist spiegeln und zugleich befragen: Pop, Politik, kollektives Gedächtnis. Leander Kresse, Meisterschüler von Prof. Markus Lüpertz, sucht im malerischen Moment das Hier und Jetzt – das unwiederholbare Dasein des Bildes im Raum. Gordan Nikolic – alias Gott Gordan – provoziert mit einer Drastik, die bewusst an Grenzen des Geschmacks kratzt, um dorthin zu schauen, wo andere wegsehen. Sven Vieweg verbindet Bild und Klang zu einem intermedialen Werk, das zwischen Stille und Elektrizität oszilliert.
Chaos: Sieben Positionen. Drei Etagen. Kein Konsens – und das ist genau die Absicht.
CHAOS – Die Nacht
Drescher & Elektrohorror / Live
SALON - DIE MALBUDE, Düsseldorf
9. Mai, 20 Uhr Elektrohorror/Drescher Live
Wenn Bilder nicht mehr reichen, übernimmt der Lärm.
Zum Ausstellungsabend verwandelt sich der SALON - DIE MALBUDE in einen Resonanzraum: Henrik Drescher und Sven Vieweg – bekannt als Drescher und Elektrohorror – bringen ihre Klangwelten auf die Bühne. Noise. Elektro. Kein Trost, kein Kompromiss.
Was in ihren bildnerischen Arbeiten als unterschwellige Spannung aufscheint, entlädt sich hier live und ohne Filter. Zwei Künstler, die auch klanglich keine Ruhe lassen – rau, elektronisch, konsequent.
Samstag 20 Uhr. Wer zu früh geht, verpasst den besten Teil des Chaos.
Eröffnung: 8. Mai, 18 Uhr
8. Mai, 18 - 22 Uhr
9. Mai, 18 - 22 Uhr – 20 Uhr Elektrohorror/Drescher Live
10. Mai, 15 - 20 Uhr
SALON - DIE MALBUDE
»Chaos« - aktuelle Kunstpositionen
Adersstraße 75 (Hinterhof)
40215 Düsseldorf
8.- 10. Mai 2026
Weitere Infos je Künstler:
Andrea Bock ist freischaffende Malerin und Grafikerin, die in Rosenheim und Düsseldorf lebt und arbeitet. Sie studierte Malerei bei Prof. Markus Lüpertz und Siegfried Anzinger. Seit 2016 sind ihre Bilder regelmäßig auf Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Ihr Werk umfasst Gemälde und Plastiken, die Ironie und Experimentierfreude vereinen. Inspiriert von Werbung, Kunstgeschichte, Trends und dem alltäglichen Wahnsinn spielt die Kreatur eine zentrale Rolle und wird wie auf einer Theaterbühne inszeniert.
Henrik Drescher wurde 1968 in Düsseldorf geboren, studierte in Düsseldorf und lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten umfassen Malerei sowie Objekte hinter Glas (Vinyl, Acryl), oft mit lakonischen, emotionalen Titeln wie „last hope", „angst und sorge" oder „when we were young we wanted to die". Die Werke zeichnen sich durch eine rohe, direkte Bildsprache aus.
Drescher ist das Berliner Soloprojekt von Henrik. Mit Releases wie „Living with Purpose and Depth", „I do not think" oder „Live at Subsol" zeichnet sich ein Werk ab, das so lakonisch und kompromisslos ist wie seine bildnerischen Arbeiten. Gemeinsam mit Elektrohorror entstand bereits das Split-Tape „Aus dem Schleim" – ein Vorgeschmack auf das, was beim Live-Auftritt zu erwarten ist.
Tobias Hauck bezeichnet seine Malerei als „Mezzanine" – ein Begriff für ein niedriges Zwischengeschoss, der für ihn eine Zwischenposition in der Kunstwelt beschreibt. Seine Malerei sei schnell und vielleicht wild wirkend, jedoch berechnet und kalkuliert. Ursprünglich geprägt von den Brücke-Malern, steht Farbe als zentrale Leidenschaft im Vordergrund. Er arbeitet in großformatiger Malerei und Zeichnung, wobei Landschaftsbilder von Fragmenten und Formkürzeln in schnellem Gestus dominiert werden – eine radikale, auf das Nötigste reduzierte Malerei, die auf dem Grat zwischen Abbildung und informeller Ungegenständlichkeit eine unmissverständliche Direktheit erzeugt.
Benjamin-Novalis Hofmann arbeitet in den Bereichen Malerei, Collage, Grafik und zeitbasierte Medien. Seine Werkserien tragen Titel wie „Zeitgeist-Camo", „Mausoleum", „SuperSonic Disco", „make america great again" oder „utopia_lost_in_chaos" – was auf eine intensive Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur, Pop, Politik und Zeitgeist schließen lässt. Daneben verfasst er kunsttheoretische Texte und publiziert regelmäßig.
Leander Kresse wurde 1974 in Dortmund geboren und studierte von 1995 bis 2001 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er 2001 Meisterschüler von Prof. Markus Lüpertz wurde. Von 2005 bis 2008 hatte er einen Lehrauftrag für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und Raubling/Bayern und ist seit 2018 Dozent an den Kunstakademien Bad Reichenhall und Kolbermoor. Die Startseite seiner Website zitiert Walter Benjamin über das „Hier und Jetzt" des Kunstwerks – ein Hinweis auf sein Interesse an der Aura und Präsenz des Originals. Kresse zeigt Malerei und Grafik, mit einem umfangreichen Jahres-Archiv seit 2017.
Gordan Nikolić, Künstlername seit 2013 GOTT GORDAN, wurde 1968 geboren. Er studierte von 1992 bis 2001 Grafikdesign in Düsseldorf und war Assistent für Aktzeichnen bei Prof. Rudi Assmann. Er lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und ist seit 1994 ausstellungstätig. Er ist Mitbegründer der Künstlergruppen „tausendmeister" (1995), „GOLD" (2001) und „GOTT & GILZ" (2018). gottgordan Seine Werkreihen – darunter „Transformer", „Barbieland", „Sexdolls", „Crumples", „Raumfresser" – sowie das Pressezitat von Jürgen Boebers-Süßmann (WAZ) charakterisieren seine „Kunst der Drastik", die in malerischer Provokation Einstufungen wie geschmacklos, sexistisch oder politisch unkorrekt bewusst einkalkuliert.
Sven Vieweg arbeitet bildnerisch und musikalisch. Unter dem Projektnamen „Elektrohorror" betreibt er seit 2002 Tonprojekte mit Live-Sets u.a. in der Julia Stoschek Collection, Düsseldorf. Bildnerisch entstanden u.a. Werkgruppen wie „Elixier der Verdammnis" (großformatige Leinwände, 160×160 cm, 2014) sowie „Vierzig biometrische Portraits" (2021, Katalog in einer Auflage von 50 Exemplaren). Seine Website zeigt eine Kombination aus Malerei, Grafik und audiovisuellen Projekten – eine intermediale Praxis an der Schnittstelle von Bild und Klang.
Elektrohorror ist das Klangprojekt des Düsseldorfer Malers Sven Vieweg. Brutal minimalistisch und energiegeladen – so beschreibt sich das Projekt selbst. Live-Sets, Releases und ein umfangreiches Archiv dokumentieren eine konsequente Praxis Elektrohorror irgendwo zwischen Noise, Industrial und elektronischer Avantgarde. Alles verfügbar auf Vimeo, Youtube und Bandcamp.
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