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Class(ism), Body and Practices of Beauty

Aktiv & Kreativ Dialog & Lesung Digitales Event Lecture Performance Stream

Das sagt der/die Veranstalter:in:

In diesem Vortrag werden wir ein paar kühne Behauptungen aufstellen:

Wir leben nicht in einer klassen_losen Gesellschaft.

Wir haben keine klassen_losen Körper.

Wir praktizieren Schönheit in einem System der Macht.

Die Macht, 'neutral' zu definieren. Oder 'normal'. Und auch die Macht zu definieren, wer von diesem ‚normal‘ abweicht (oder abweichen darf). Auf der Grundlage von Pierre Bourdieus Konzept des Habitus werde ich argumentieren, dass die Art und Weise, wie wir (unsere) Körper wahrnehmen und Schönheit praktizieren, von der Klasse geprägt ist. So sehr wir auch behaupten mögen, dass unser Geschmack eine individuelle Entscheidung ist - diese Freiheit der Individualität ist bereits mit einem Klassenvorurteil verbunden. Klassenbedingte Annahmen werden auf Körper und Praktiken der Schönheit projiziert: Kleidung, Formen, Farben, die Nägel, Materialien.

Klassismus ist allgegenwärtig - und wenn man ihn einmal erkannt hat, kann man ihn nicht mehr übersehen.

 

Wie manifestieren sich Klasse und Klassismus im Körper? Wie schlagen sich Erfahrungen von Ausgrenzung, Isolation, Assimilation oder Scham in somatischen Erfahrungen oder körperlichen Haltungen und Gesten nieder? Wie schmecken und riechen "sozialer Aufstieg" und "Zugehörigkeit"? Die Vortragsreihe The Performativity of Class ist eine intersektionale Untersuchung des aktuellen Comebacks des Klassenbegriffs mit einem Fokus auf die Arbeitsbedingungen und -realitäten in den Bereichen Ausbildung und körperbasierte darstellende Künste: Bereiche, in denen soziale Ungleichheiten und Privilegien oft eher reproduziert als abgebaut werden.

Im Dialog mit Expert:innen aus Kunst, Wissenschaft und Bildung untersucht die Reihe, wie Klassenpositionen die Beziehungen zwischen Student:innen und Lehrenden bestimmen. In einem größeren gesellschaftlichen Kontext geht es auch darum, wie sich soziale Privilegien in Wissens- und Körperverständnisse, in Sprecher:innen-Positionen und -strukturen niederschlagen und welche Rolle performative und künstlerische (Gegen-)Strategien dabei spielen.

Die Vortragsreihe wird gemeinsam kuratiert und organisiert von Prof. Dr. Sandra Noeth (MA SODA/HZT Berlin) und Prof. Dan Belasco Rogers (UdK Studium Generale).

Das detaillierte Programm finden Sie unter www.hzt-berlin.de.

Location

Uferstudios
Uferstr. 8/23
13357 Berlin

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