Am 23.11. sprechen mehrere Expert*innen über ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse zur Vielfalt in der Kinderliteratur. Zugleich werden bekannte Gesichter aus der queeren Gemeinschaft aus einigen Kinderbüchern vorlesen.
Das gemeinsame Lesen eines Buches ist eine besondere Zeit und großartige Möglichkeit für Eltern, Vertrautheit aufzubauen und schöne Erinnerungen zu schaffen. Zugleich hilft es Kindern, eine Welt zu entdecken, die ihre Identität und Kultur widergespiegelt. Kinderbücher schaffen so ein sprichwörtliches Fenster und Zugang zur Gesellschaft.
Kinder, die früh entdecken, dass sie „anders sind als andere Kinder“, beispielsweise in der rasch zunehmenden Zahl von Patchwork- und Regenbogen-Familien aufwachsen, sowie Eltern, die möchten, dass ihre Kinder Abbilder einer vielfältigen Gesellschaft entdecken: dies sind die Adressaten einer neuen und wachsenden Sparte von Kinderbüchern. Denn auch heute spiegeln Kinderbücher häufig immer noch althergebrachte Rollenbilder und Gender-Stereotype wider.
Gegen diese Abbildung der Vielfalt gesellschaftlichen Lebens in Kinder- und Jugendbüchern wird ebenso oft und immer häufiger polemisiert, ja, diese als bedenklich dargestellt. Werfen wir einen Blick nach Ungarn: Dort löste das Kinderbuch „Märchenland für alle“ eine politische Debatte mit Folgen aus, weil darin von einem schwulen Prinzen als auch einem Trans-Bambi erzählt wird. In den USA wollen Kritiker den Roman „George“ von Schulen und öffentlichen Bibliotheken verbannen, der die Geschichte des Trans-Mädchens Melissa erzählt. Solch Aktionismus ist nun auch in Deutschland angekommen.
Mit Aufklärung, persönlichen Begegnungen und im Austausch wollen wir Vorurteilen und falschen Informationen entgegenwirken.
Eine Veranstaltung von homochrom und Neue Medien e.V. in Zusammenarbeit mit der VHS Köln.
Preisinformation:
Eintritt frei