FOTO: © Linda Rosa Saal, Cover: Hanser Berlin, Montage: hbs, alle Rechte vorbehalten.

Daniela Dröscher: Sprechen – Eine Geschichte der Selbstermächtigung

Das sagt der/die Veranstalter:in:

"Sprechen" heißt das neue Buch von Daniela Dröscher. Die Autorin erzählt darin eine sehr persönliche Geschichte der Selbstermächtigung – von einer schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Und die Frage, wie wir sprechen sollten, um einander wirklich zu verstehen.

Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.

Mit:

    Daniela Dröscher, Schriftstellerin und Essayistin
    Dr. Ole Meinefeld, Referent Zeitdiagnose und Diskursanalyse, Heinrich-Böll-Stiftung

 

Location

Heinrich-Böll-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstraße 8 10117 Berlin

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