FOTO: © Ausschnitt aus dem Plakat "Das Deutsche Volk"

DAS DEUTSCHE VOLK; Dokumentarfilm und Gespräch zum Gedenken an die Opfer des rassistischen Terroranschlags am 19.02.2020 in Hanau

Das sagt der/die Veranstalter:in:

In der Nacht des 19. Februar 2020 reißt ein rassistischer Anschlag in Hanau neun junge Menschen aus dem Leben. Ein normaler Abend endet in einem Alptraum – für ihre Familien, ihre Freundinnen und Freunde und eine ganze Stadt.

DAS DEUTSCHE VOLK erzählt die Geschichte dieses Verbrechens aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden. Es geht um Schmerz, Wut und den langen Schatten, den eine solche Tat wirft. Welche direkten und langfristigen Folgen hat der Anschlag für die Menschen – und für Hanau? Und was sagt er über Deutschland aus? Vier Jahre lang begleitet Regisseur Marcin Wierzchowski die Angehörigen auf ihrem Weg durch Trauer und Verlust. Er dokumentiert ihren Kampf um Gerechtigkeit, ihre Forderung nach Anerkennung und ihre Entschlossenheit, nicht als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden. Sie machen den strukturellen Rassismus sichtbar, der sich nicht nur in der Tat selbst, sondern auch in dem Umgang der Behörden mit ihnen zeigt. Während Politiker nach den richtigen Worten suchen und viele Fragen zur Tat unbeantwortet bleiben, übernehmen die Hinterbliebenen selbst die Aufklärung. Gemeinsam rekonstruieren sie die Nacht des Anschlags, stellen sich gegen das Vergessen, und fordern Konsequenzen. Je mehr Zeit vergeht, desto leiser wird die öffentliche Aufmerksamkeit. Doch die Familien kämpfen weiter; für Gerechtigkeit und für die Erinnerung an ihre Ermordeten.

DAS DEUTSCHE VOLK stellt die aktuell wieder drängende Frage: Wer gehört zu Deutschland und wer nicht?

Marcin Wierzchowski wurde 1984 in Warschau geboren. Seine Eltern flohen aus Polen nach Deutschland und nahmen ihn in der Handtasche mit. Er brach die Schule ab und arbeitete als Wein- und Diamantenhändler, bevor er anfing, sein Geld als Dekorateur zu verdienen. So konnte er die Welt bereisen. Heute ist er Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen und arbeitet derzeit an seinen ersten Spielfilmprojekten.

KATHARINA PELOSI studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und arbeitet als Audiokünstlerin im Bereich Performance, Film und Hörspiel. Ihre Arbeiten wurden u.a. am CCA Tel Aviv, bei PACT Zollverein und am Theater Heidelberg gezeigt. Als Regisseurin und Komponistin realisierte sie mehrfach ausgezeichnete Hörspiele, darunter Call to Listen. Ab Mai ist Enter Ghost bei Kampnagel Hamburg zu sehen. Sie ist in Hanau aufgewachsen, gemeinsam mit Marcin Wierzchowski und unter der Mitwirkung von Unterstützende und Angehörigen hat sie in den letzten Jahren verschiedene Videos und Audios für die politischen Kampagnen der Initiative 19. Februar Hanau realisiert.

Eine Veranstaltung des Metropolis Kino und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.  

Location

Metropolis Kino Kleine Theaterstraße 10 20354 Hamburg

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