Manfred (Mads Mikkelsen), befindet sich im mittleren Alter. Er hat eine seltsame Frisur und trägt eine seltsame Brille. Auch im Kopf ist er nicht gerade der Schnellste. Als sein Bruder Anker (Nikolaj Lie Kaas) nach 15 Jahren Gefängnis nach Hause kommt, erfährt er, dass Manfred nun nicht mehr „Manfred“ gerufen werden möchte, sondern nur noch auf „John“ hört. Er hält sich nämlich für John Lennon. Und wann immer jemand den falschen Namen sagt, flippt er aus. Notgedrungen stellt sich Anker auf die neue Marotte seines Bruders ein, denn er braucht ihn: Anker hat seinerzeit mit Flemming (Nicolas Bro) eine Bank ausgeraubt und vor der Verhaftung seinen Anteil an Manfred übergeben, der das Geld vergraben sollte. Aber da Manfred nun John ist, kann er sich nicht mehr an das Versteck erinnern. Beide Brüder suchen ihr früheres Zuhause auf, das jedoch von den neuen Besitzern als Ferienwohnung angeboten wird. Zu allem Unglück folgt ihnen auch noch Manfreds Psychiater (Lars Brygmann), der sich von „John“ inspiriert fühlt, die Beatles wieder aufleben zu lassen. In Hamdan (Kardo Razzazi) hat er auch schon jemanden gefunden, der sich zugleich für Paul und Ringo (oder war es George?) hält. Der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen präsentiert einen Film vollgestopft mit skurrilen Szenen und makabrem, auch gewalttätigem Humor. Da bleibt dem Zuschauer manchmal das Lachen im Halse stecken. Vor allem aber erreicht es Jensen, dass exzentrisch-neurotisches Verhalten im Verlauf des Films für das Publikum zur Normalität wird. Ein satirisches Chaos aus Geschwisterdrama, Schatzsuche und Horrorfilm – mit eingebauten Widerhaken.
Dänemark/Schweden 2025, Regie: Anders Thomas Jensen, Darsteller: Mads Mikkelsen, Nicolas Bro, Nikolaj Lie Kaas, Lars Brygmann, Kardo Razzazi, ab 16, 116 min
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