Das Totenschiff (DF)
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Der Seemann Philip Gale wacht eines Tages im Hafen von Marseille auf, beraubt seiner Papiere und seines Geldes. Ohne Ausweg trifft er auf Stanislaw Lawski, der ihm eine Stelle auf dem Frachtschiff Yorikke besorgt – doch schnell wird klar, dass das Schiff ein Totenschiff ist: zwar versichert, aber mit wertloser Fracht beladen und zum Untergang verurteilt.
Regisseur Georg Tressler, bekannt durch Werke wie "Die Halbstarken" (1956), brachte den existenzialistischen Roman von B. Traven gekonnt in Szene. Der Film zeichnet sich besonders durch seine intensive Atmosphäre aus, die das Gefühl von Enge und Bedrohung an Bord des Schiffes eindringlich vermittelt.
In den zentralen Rollen sind Horst Buchholz, Mario Adorf und Helmut Schmid zu sehen – drei prägende Gesichter des deutschen Nachkriegsfilms. Kameramann Heinz Pehlke setzte die spannende Handlung ohne Effekthascherei visuell modern und eindrucksvoll um.
Das 2014 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung digital restaurierte Werk wurde mit Unterstützung der Filmförderungsanstalt (FFA) aufwendig neu aufgearbeitet. KritikerInnen loben den Film als technisch aufwändig inszeniertes Abenteuer, das Travens Roman werkgetreu und actionreich umsetzt – ein seltener Vertreter deutschen Kinos der 1950er Jahre mit internationalem Format.
Diese Vorführung findet in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Wiesbaden statt. Für alle, die Interesse an atmosphärisch dichten Filmen und einem spannenden Ausflug in die deutsche Filmgeschichte haben.
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