FOTO: © Julia Cuvalo

Der Mensch in der Schleife – 3 x Digitale Kunst im Saalbau

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Vom 23. bis 31. Januar verwandelt sich das Foyer des Saalbaus Witten in einen Raum für digitale Entdeckungen. Unter dem Titel „Der Mensch in der Schleife“ präsentieren drei Kunstschaffende ihre Arbeiten.
Alle drei waren in der Vergangenheit Teil des Fellowship-Programms „no end to the road“ des Kulturforums Witten. In dieser Ausstellung kommen sie nun wieder zusammen, um ihre Werke gemeinsam zu zeigen. Jedes Projekt ist unabhängig entstanden und wurde individuell gefördert – es erwartet Sie eine spannende Vielfalt an Themen und digitalen Techniken.

 

Die Künstler*innen und ihre Projekte:
Heinrich Lenz & Hamidreza Ghasemi: watch me kill my language
Lukas Schäfer, Rhys Connolly & Philippe Waldecker: habitat
Eunjeong Kim: Afloat
 

„Human in the loop“ – „Mensch in der Schleife“ bedeutet, dass in einem automatisierten technischen System ein Mensch eine Aufgabe übernimmt.
Dieser menschliche Anteil wird oft vergessen, was sich zuletzt in der Debatte um den sexistischen und frauenfeindlichen KI-Chatbot „Grok“ von Elon Musk gezeigt hat: In vielen Artikeln ist die Rede von der KI, die gegen den Willen von Betroffenen sexualisierte Bilder erstellen kann. Aber es ist nicht die KI, die diese Bilder erzeugt. Vielmehr sind es die Menschen, die dies ermöglichen und die Technologie nutzen. (In diesem Fall: Männer.)
Parallel dazu existieren diverse positive Beispiele: In der Radiologie markieren KI-Systeme auffällige Bildbereiche, ohne jedoch eigenständig Diagnosen zu generieren. Zunächst analysieren und bewerten menschliche Fachkräfte diese Daten und treffen darauf basierend Entscheidungen. Der Mensch steht damit am Ende der Schleife als Sinnproduzent.

 


Die Vernissage:  Die Eröffnung am 23. Januar (19:00 Uhr) bietet neben einem Sektempfang ein Mini-Konzert von
Lukas Schäfer sowie Kurzführungen durch die Arbeiten.
Programm: Nach der Begrüßung gibt es eine kleine Führung durch die Ausstellung.
Musik: Freuen Sie sich auf ein 15-minütiges Mini-Konzert von Lukas Schäfer.
Atmosphäre: An der „Küchenzeile“ gibt es einen Sektempfang und Snacks – ein Bereich, der zum Abschalten und Austauschen einlädt.
Info: Die Ausstellung ist nach der Eröffnung täglich von 18:00 bis 22:00 Uhr für Sie geöffnet.

Die Ausstellung läuft aufgrund der aufwendigen Technik nur acht Tage.

 

Am Montag 26.01.2026 bleibt die Ausstellung geschlossen

 

Die Ausstellung macht digitale Prozesse physisch erlebbar:
Interaktive KI: Heinrich Lenz untersucht mit „Watch me Kill my Language“ die Logik digitaler Feedbackschleifen. Besuchende interagieren direkt mit einer KI, die ausschließlich von sich selbst
und dem Publikum lernt, bis Sprache und Bedeutung in einen faszinierenden Kontrollverlust münden.

 

Partizipativer Klang: Die Installation „habitat“ von Lukas Schäfer, Rhys Connolly und Philippe Waldecker verwandelt das Foyer des Saalbaus. Über ein barrierefreies Interface
gestalten die Gäste individuelle Klanglandschaften und machen Architektur als lebendigen Erfahrungsraum hörbar.

Erweiterte Malerei: Eunjeong Kim verbindet in „AFLOAT“ physische, aufblasbare Skulpturen mit Extended Reality (XR). Mittels digitaler Erweiterung verschmelzen Materialität und virtueller
Raum zu einer schwebenden, räumlichen Erfahrung.

 

„Watch me Kill my Language“ gefördert durch: Neue Künste Ruhr, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW 
„AFLOAT“ gefördert durch: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 
„habitat“ gefördert durch: #artinprogress, Kultursekretariat NRW Gütersloh, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW; Karin und Uwe Hollweg Stiftung

 

Produktion: Anna Sowo Koenning, Joscha Denzel, Kommunikation: Marie Richter

Location

Saalbau Witten Bergerstraße 25 58452 Witten

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