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Die aktuelle wirtschaftliche Lage stellt viele Beschäftigte vor große Unsicherheiten. Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, und gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Belegschaften. Klar ist: Die Beschäftigten tragen nicht die Verantwortung für Krisen oder Fehlentscheidungen – sie sind es, die täglich den Betrieb am Laufen halten. Deshalb fordern wir, dass Arbeitsplätze gesichert und Investitionen in die Zukunft getätigt werden.
Gleichzeitig stehen auch die öffentlichen Haushalte unter erheblichem Druck. Knappe Kassen dürfen jedoch nicht zum Vorwand werden, um notwendige Investitionen zu verschieben oder soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen. Im Gegenteil: Gerade jetzt braucht es eine handlungsfähige öffentliche Hand, die in Infrastruktur, Daseinsvorsorge und gute Arbeit investiert und so Stabilität und Perspektiven schafft. Dazu gehört auch ein starker öffentlicher Dienst. Möglicher Stellenabbau würde die Situation weiter verschärfen, die Arbeitsbelastung erhöhen und die Qualität öffentlicher Leistungen gefährden – das lehnen wir entschieden ab.
Zugleich stehen zentrale Errungenschaften wie der 8-Stunden-Tag unter Druck. Eine weitere Ausweitung der Arbeitszeit gefährdet Gesundheit, Familie und gesellschaftliche Teilhabe. Hier gilt für uns eindeutig: Der Schutz der Beschäftigten darf nicht aufgeweicht werden.
Auch die soziale Sicherheit muss gestärkt werden. Eine verlässliche Rente und eine gute Gesundheitsversorgung für alle sind keine Privilegien, sondern grundlegende Rechte. Ebenso braucht es spürbare Entlastungen angesichts steigender Lebenshaltungskosten – insbesondere bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln.
Der 1. Mai ist unser gemeinsamer Tag: ein Tag der Solidarität, des Zusammenhalts und des Einsatzes für gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Lasst uns diesen Tag nutzen, um gemeinsam sichtbar und laut für unsere Interessen einzutreten.
Wir rufen euch daher auf, euch an den Aktionen und Demonstrationen am 1. Mai 2026 zu beteiligen und diesen Tag gemeinsam zu gestalten.
11:30 Uhr – Start der Demonstration Strausberger Platz (U Strausberger Platz, U5)
12:00 Uhr – Kundgebung vor dem Roten Rathaus
anschließend Maifest für die ganze Familie vor dem Roten Rathaus (bis 15:00 Uhr)
Der Hauptredner wird dieses Jahr Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU, sein.
Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, wird uns auf der Kundgebung begrüßen.
Während der Demonstration werden viele aktive Kolleg*innen aus ihren Arbeitskämpfen berichten.
Auf einem zweiten Lautsprecherwagen wird zudem die Gewerkschaftsjugend weithin hörbar sein.
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