FOTO: © Sascha Lange

Die Geschichte der Leipziger Meuten: Lesung

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es überall in Deutschland oppositionelle Jugendgruppen. Leipzig war eines der Zentren. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen trafen sich ab Mitte der 1930er Jahre im Stadtgebiet in Cliquen jenseits der Hitlerjugend und lehnten sich gegen das NS-Regime auf.

Im Leipziger Osten gab es gleich mehrere Meuten: auf der Eisenbahnstraße, im Stadtteil Schönefeld und vor allem die Meute „Lille“ in der Lilienstraße.

In der Veranstaltung wird neben den Meuten im Allgemeinen auf die Gruppen im Leipziger Osten im Speziellen eingegangen – exklusiv und einmalig auf dieser Lesung.

Die Mädchen und Jungen gingen selbstbestimmt wandern oder trafen sich in ihren Stadtteilen auf der Straße. Und man wurde gegen die HJ aktiv: mit Streuzetteln und Schlägereien. In kleineren Runden hörte man verbotene Radiosender und diskutierte über ein Deutschland ohne Nazis.

Gestapo und Justiz verfolgten die Meuten, es kam zu Prozessen vor dem Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, einige wurden sogar in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.

„Die Geschichte der Leipziger Meuten“ ist ein eindrucksvolles und umfassendes Zeugnis über jugendliches Aufbegehren und Kampf um Freiräume in der Zeit einer furchtbaren Diktatur. Ein Buch über Jugendkulturen, Nonkonformität, Opposition und Widerstand.

Tickets und weitere Info:
https://www.tixforgigs.com/Event/73562

Preisinformation:

https://www.tixforgigs.com/Event/73562

Location

Pöge-Haus Hedwigstraße 20 04315 Leipzig
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