Vortrag von Dr. Hans Dieter Ölschleger
Die Ainu sind in Europa als die Einwohner von Hokkaido, der Südhälfte Sachalins und der Inseln der Kurilenkette zwischen Nordjapan und Kamchatka bekannt geworden. Das anfangs noch spärliche Wissen wurde über die Jahrhunderte durch europäische und später auch nordamerikanische Reisende, die den Norden Japans bereisten, erweitert. Schließlich fand es seinen Weg in die ethnologische Literatur.
Parallel dazu wuchs der japanische Einfluss auf die Ainu, was zu erheblichen Veränderungen in ihrer Lebensweise führte. Auch die Modernisierung im 19. Jahrhundert hatte einen erheblichen Einfluss auf ihre Lebensweise und sie wurden zu einer diskriminierten Minderheit innerhalb der japanischen Gesellschaft.
Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich allerdings auch eine Rückbesinnung der Ainu auf ihre traditionelle Kultur und Identität bemerkbar gemacht. Die Bemühungen von Organisationen, die sich für die Rechte der Ainu einsetzen, hatten zunehmend Erfolg. Einer dieser Erfolge ist die Gründung des Ainu-Nationalmuseums „Upopoy” in der Stadt Shiraoi auf Hokkaido.
Dr. Hans Dieter Ölschleger, der zum Thema der Ainu promovierte und forscht, wird in seinem Vortrag einen spannenden Überblick über diese Entwicklungen geben. Als Begleitveranstaltung zum Konzert mit Ainu-Gesängen im Japanischen Kulturinstitut Köln am 23.02.2026 wird dieser Vortrag angeboten, um das Verständnis über die Ainu zu vertiefen.
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