Was verbindet die Nymphen des Rheins mit dem Echo der Donau? Es sind Titel zweier Sammlungen mit Musik für Viola da gamba von Johan Schenck (1660-1717?), einem Virtuosen auf diesem Instrument und Komponisten aus Amsterdam. „Le Nymphe di rheno“ (Die Nymphen des Rheins) widmete er dem rheinischen Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg und „L´écho du danube“ (Das Echo der Donau) dem Baron zu Diemantstein aus der Nähe von Bissingen an der Donau. Bei diesem scheint Schenck einige Zeit verbracht zu haben, wie man dem Vorwort zur Ausgabe von entnehmen kann. Er schreibt, dass er noch nach seinem Besuch beim Baron an der Donau ein Echo dieser Zeit in sich hört und die offenbar versprochene Musik nunmehr niedergeschrieben hat. In den beiden Solosonaten aus dem „Echo“ zeigt Schenck, was eine Gambe allein zu leisten vermag, in den Duetten der „Nymphen“ treten beide Gamben in einen Dialog auf „Ohrenhöhe“.
Georg Zeike und Miyoko Ito von der Musizierenden Gesellschaft Leipzig führen mit ihren Gamben und Moderationen durch Johan Schencks Klang-Wasserwelten