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Die Odyssee (OmU, 70 mm)
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Für Filme wie diesen wurde unser Kino gebaut: Christopher Nolans immersive Vision von Homers Odyssee, exklusiv präsentiert im atemberaubenden 70mm-Format.
Christopher Nolans „Die Odyssee“ erzählt die Heimkehr des Odysseus als existenzielle Reise durch Krieg, Verlust und Identität. Nach dem Fall Trojas irrt der Held über Meere und Inseln, begegnet Gefahren, Versuchungen und der eigenen Erschöpfung. Penelope kämpft derweil in Ithaka um Stabilität, während Odysseus zunehmend zweifelt, ob er nach Jahren des Überlebens überhaupt noch heimkehren kann. Nolan fokussiert weniger die mythologischen Episoden als die innere Zerrissenheit eines Mannes, der sich selbst verloren hat.
Der eigentliche Paukenschlag liegt jedoch in der Form: „Die Odyssee“ wurde komplett in IMAX gedreht, ein bis heute beispielloser Schritt. Nolan nutzt das großformatige 65mm‑Negativ nicht nur für Spektakel, sondern für eine radikale Immersion. Die Weite des Meeres, die Enge der Schiffe, die Körperlichkeit des Überlebens – all das entfaltet sich mit einer Bildschärfe und räumlichen Tiefe, die nur IMAX‑Kameras ermöglichen. Wie schon bei „Dunkirk“, „Interstellar“ und „Oppenheimer“ setzt Nolan auf analoge 70mm‑Projektion, die den Film auf unserer gekrümmten Cinerama-Bildwand als physisches, fast skulpturales Erlebnis zeigt. Für ihn ist Zelluloid kein Nostalgieobjekt, sondern ein Werkzeug, um Zeit, Raum und Wahrnehmung sinnlich erfahrbar zu machen. Nolan verbindet Homers Epos mit seiner typischen Handschrift: fragmentierte Zeitstrukturen, subjektive Wahrnehmung, moralische Ambivalenz. Die mythologischen Elemente erscheinen nicht als Fantasy, sondern als Ausdruck eines traumatisierten Bewusstseins. Der Score – erneut eng mit dem Bildrhythmus verzahnt – arbeitet mit Atem, Puls und dem Dröhnen der See. So wird „Die Odyssee“ weniger zur klassischen Literaturverfilmung als zu einem audiovisuellen Ausnahmezustand, der die Grenzen des Kinoraums auslotet. Ein Werk, das zeigt, warum Nolan zu den letzten Regisseuren gehört, die das Kino als physische, analoge Erfahrung verteidigen – und weiterentwickeln.
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